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4. August 2025

Tipps für die Fotografie - 2026 - ongoing

 

Fotografieren kann jeder

Der Beginn
2009

Ich habe schon immer gerne fotografiert. Und auch von heute aus gesehen, keine schlechten Fotos gemacht. Als wir 2009 beschlossen, eine 2-jährige Weltreise zu machen, kaufte ich im Fotogeschäft unseres Dorfes eine neue Kamera mit einem schönen Reiseobjektiv. 

Der Inhaber fragte mich, ob ich nicht einen Fotokurs absolvieren möchte. Ich klopfte ihm kameradschaftlich, von Profi zu Profi, auf die Schulter: "Nein, danke. Eine gute Kamera und ein schönes Objektiv mit gutem Auge. Die heutigen Programme bringen mehr als die manuelle Einstellung eines Fotografen." Darauf erwiderte er nichts. Ich nahm das als Einverständniserklärung seinerseits auf. Ich habe wenig Situationen im Leben erlebt, für die ich mich im Nachhinein mehr geschämt habe.

Auf unserer Weltreise lernten wir David Simchock, einen Profi-Fotografen kennen. In einem 4-stündigen Kurs erklärte er uns die Fotografie. Seit da, weiss ich, was ich mache.

Ausrüstung

Ob mit einem Smartphone oder Spiegelreflexkamera spielt eine Rolle, wenn man Fotografie als Hobby betreiben möchte. Die heutigen Smartphones sind tatsächlich auch in der Qualität gut. Vor allem bei gutem Licht.

Wann fotografieren?

1. Fotografiere dann, wenn Du Deinen Reisegefährten anstupst und schreist: "Schau mal."

2. Fotografiere nicht aus Langeweile.

3. Je besser das Licht, desto schöner die Fotos. Es gibt den Ausdruck "Pool-Light-Hours", also Schwimmbad-Stunden. Die sind von 11 Uhr bis 15 Uhr. Dann findet man den Fotografen am Pool, da in diesen Stunden das Licht zu grell und die Schatten zu hart sind. 

Vielfach ist das schönste Licht kurz nach oder vor der Dämmerung. Google nach "Blaue Stunde" oder "Goldene Stunde". Ich persönlich liebe Fotos in der Nacht. Allerdings sollte der Himmel noch nicht pechschwarz sein. Dann werden die Unterschiede vom Sujet zum Himmel zu krass.

Der Himmel bei Sonnenaufgang oder -untergang ist viel schöner, wenn die Sonne noch oder schon unter dem Horizont steht.

Fotokurs?

Ich bedaure, dass ich nicht schon viel früher einen Fotokurs absolviert habe. Vor allem die Schärfentiefe sollte man beherrschen, wenn man selber kreative Fotos schiessen möchte. Sicher sind auch Tipps für die richtige Positionierung eines Sujets wichtig. Google zu diesem Thema den "Goldenen Schnitt". 

Bearbeitung und Speicherung

Schiesse und speichere Deine Fotos auf RAW. Das benötigt zwar Speicherplatz, aber Du kannst auch Jahre später die Fotos wieder aus dem ursprünglichen Zustand heraus bearbeiten. 

Manchmal verfällt man einem Stil, wie wir dem HDRI (High Dynamic Range Image). Ich habe fast alle Fotos aus Thailand nur in diesem Format abgespeichert. Diesen Stil finde ich heute fürchterlich und kann die Fotos kaum mehr anschauen. Mit RAW hätte ich von neuem beginnen können.

Zur Bearbeitung nutze ich Lightroom Classic. Einfach zu bedienen und mit vielen Funktionen. 

Horizont gerade stellen: Der Horizont sollte waagrecht sein. Gerade bei Gewässern ist es sehr störend, wenn das "Wasser ausläuft".

Stürzende Linie korrigieren: Das menschliche Auge, bzw. Gehirn, korrigiert die stürzenden Linien automatisch. Die Kamera nicht. Daher wirken Häuser (auch Bäume etc.) manchmal so, als ob sie nach hinten fallen. Dies kann man bis zu einem gewissen Grad im Lightroom korrigieren. 

Staub auf dem Sensor: Manchmal hat man Punkte im Foto, meistens kreisrund. Die kommen von Staub auf dem Sensor. Selber reinigen ist möglich, aber diffizil. Aber jedes Fotogeschäft kann das übernehmen.

Einige Ausdrücke

Bokeh: Bezeichnet die Hintergrundunschärfe.

Abgesoffen: Die Foto weist dunkle Stellen auf, in denen man keine Konturen mehr erkennen und auch mit Bearbeitung nicht mehr "herausschälen" kann.

Ausgerissen: Die Foto weist helle Stellen auf, in denen man keine Konturen mehr erkennen und auch mit Bearbeitung nicht mehr "herausschälen" kann.

A/V: Aperture Value. Blendenöffnungswert. Halbautomat: Wie weit die Blende geöffnet wird, stellt man selber ein. Wie lange belichtet wird, bestimmt die Kamera.

T/V: Time Value. Halbautomat: Die Belichtungszeit stellt man selber ein. Wie weit die Blende geöffnet wird, bestimmt die Kamera.

M: Manuell. Beide Werte stellt man selber manuell ein.

ISO: Lichtempfindlichkeit des Sensors. Tiefe Werte (z.B. 200) bedeuten bessere Bildqualität, aber längere Belichtungszeit. Hohe Werte (z.B. 3200) bedeuten schlechtere Bildqualität, bzw. das "Rauschen" der Foto erhöht sich, aber kürzere Belichtungszeit.

f/2.8 oder f/22: f steht für factor of. Die Zahl zeigt an, wie weit die Blende geöffnet ist. f/2.8 ist weit geöffnet. f/22 ist klein geöffnet.

Buchtipps: Die Bücher von Bryan F. Peterson sind sehr gut um das Wissen über Fotografieren zu vertiefen.

Auf Anfrage gebe ich Fotokurse. Aber nur für höchstens 2 Schüler. Er dauert 4-6 Stunden und kostet 800 CHF für eine Person und 500 CHF für 2 Personen je Person. Und nur für Personen, die nach dem Kurs Zeit haben, das Gelernte zu trainieren. Um schnell alles richtig einstellen zu können, braucht es Übung.

Viel Spass.