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29. März 2013

Der etwas seltsame März. Konstanz, Zürich, Zug, Prevalje.

Eine der Figuren am Laubebrunnen in Konstanz, Deutschland, von Peter Lenk, 1947 in Nürnberg geboren.

Ein Blick in die Zukunft
März 2048

Köln: Der Präsident des Zentralrates der Europäischen Arabischen Union, Abdul Email Ismail, hat in der Hauptstadt von Europa vom Balkon der Moschee vor über 1.5 Millionen Gläubigen seine Osterrede gehalten. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Präsidenten der Europäischen Wirtschaftsunion, Cheng Quiang Peng. China habe nach dem Zusammenbruch der Europäischen Union tatkräftige Wirtschaftshilfe geleistet. Chinas Weitsicht zeige sich auch darin, dass sie Religion und Wirtschaft strikte trennen. So habe sich der muslimische Glaube viel schneller in Europa festigen können, als von Propheten vorhergesagt. Ismail nannte weitere Erfolge. So trügen 98 Prozent der Frauen die Burka auch innerhalb des Hauses. Um die Barmherzigkeit der religiösen Führer zu zeigen, sehe man von einer Verfolgung der restlichen 2 Prozent ab. 

Er versprach in seiner Rede, sich auch um die Angelegenheiten der europäischen Eingeborenen zu kümmern und stellte eine Reduzierung der 80 Stunden Woche in den nächsten Jahren in Aussicht. Selbstverständlich nur, wenn die Bedienung und Betreuung der muslimischen Bevölkerung nicht beeinträchtigt werde. Die Vereinigung der Alpenländer nannte er eine gesetzeswidrige Handlung und er halte am Flugverbot für Flugzeuge dieser Länder über Europa fest. 

Rhône-Alpes, Côte d'Azur, Bayern, Österreich und die Schweiz, die einzigen noch nicht von der Demokratie befreiten Länder, würden den Schritt zur Vereinigung noch bitter bereuen. Wie im restlichen Europa würden in ein paar Jahren Balkone jeden Kirchturm zieren, damit der Muezzin seine Brüder erreichen könne. Sollten sich diese Länder ergeben, könne man sogar über einen Wiederaufbau des Kölner Doms an anderer Stätte diskutieren.

Innsbruck: Anna Wiederkehr, die Kabinettsvorstehende der VAL, betonte in einer kurzen Fernsehansprache inmitten ihrer Ratskolleginnen die Wichtigkeit aller Arbeiten zur weiteren Sicherstellung der Selbstversorgung. Insbesondere die Verlegung von Kunstrasen in Fussballstadien sieht sie als Fehler, die zwar der Vergangenheit angehören, aber in Zukunft vermieden werden müssen. 

Sie nahm in ihrer Rede direkten Bezug zu Ismails Ostergebeten. Je mehr die Frauen in Europa sich verhüllen würden, desto weniger würden die VALWs (Vereinigung der Alpenländer Wives) tragen. Sie komme nicht umhin, den Muftis zu danken. Ohne deren Machtübernahme in Europa wäre niemals eine demokratisch organisierte Vereinigung der Genossinnen hervorgegangen. 

Die Frauen rief sie auf, Männer nicht noch weiter zu diskriminieren und stellte sogar eine Anhebung von deren Höchstlohnes in Aussicht. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die männlichen Mitbürger weiterhin freiwillig auf Raucherwaren und Alkoholika verzichten würden.

Mexico City: Fernando José Rodriguez, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, zeigte sich in der neuen Hauptstadt der USA besorgt über die Entwicklung in Europa. Trotzdem würden die USA Transportflüge in die VAL erst wieder aufnehmen, wenn eine Rückkehr zum Patriarchat vollzogen würde. Schliesslich sei die Vereinigung von Mexiko und den USA dank dem Erstarken des Katholizismus eine Erfolgsgeschichte.

Peking: Erstmals in der Geschichte der Menschheit hat eine Doku-Soap über eine Milliarde an Zusehern. Der Produzent der Sendung „Shopping Queen“ nannte dieses Ereignis auch ein Zeichen von Sieg gegenüber dem westlichen Kapitalismus. Er werde sich für die nächsten Wahlen als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen.

Sydney: Präsident Adolphe Redneck eröffnete zum 5. Mal hintereinander die Spring Breaks in Sydney. Er werte die kommenden Party-Nächte als Zeichen von Lebenslust auf dem dank Einwanderern aus Europa und Amerika wirtschaftlich florierendem Kontinent. Seit dem Verbot von religiösen Handlungen und dem Tragen von religiösen Zeichen sei die Anzahl der Verbrechen massiv zurückgegangen. Das traditionelle Entkorken einer Magnum-Champagner Flasche begleitete er mit den Worten „Australia is great again".

Grönland: Noch immer versuchen Umweltaktivisten auf die Klimaerwärmung aufmerksam zu machen. Mit einer mehrere Kilometer langen Menschenkette protestierten die Teilnehmer in kurzen Hosen bei Minustemperaturen. Derweil die Harley-Verkäufe in Sibirien neue Höchststände erreichten.




Huch, da ist mir mein Märzpost aus dem Jahre 2048 reingerutscht (wohl einer meiner letzten Posts und hoffentlich in Australien verfasst).

Die Gegenwart
ongoing

Wenn die EU weiterhin von Krise zu Krise schlittert und sich unfähig zeigt, nachhaltige Lösungen auszuarbeiten, sehe ich bitter schwarz. Unglaublich was in Zypern passiert. Und ohnmächtig schaut der Rest von Europa zu. Ich glaube immer noch, dass eine Rückkehr zu eigenen Währungen die wirtschaftliche Krise dämpfen würde.

Anyway, das Leben geht weiter und wir selber fuhren nach Konstanz, tätigten einige Einkäufe und schossen ein paar Fotos, besuchten eine Vernissage von Diana Ramunno "deekunst", die uns sehr gut gefallen hat und trafen dort sogar noch auf einen ehemaligen Vermieter einer unserer Wohnungen. Als er mich nicht gleich erkannte, rief ich mich ihm mit folgenden Worten sofort wieder in Erinnerung: „Ich habe Ihnen 9 Jahre das Portemonnaie gefüllt.“ Vermieter erinnern sich traditionell immer an frühere Einkünfte, wohl nur noch stärker an ehemalige Ausgaben. Dank diesen Worten erkannte mich der Graf tatsächlich.

Auch ein paar Spaziergänge haben unsere Speicherplatte mit noch mehr Fotos gefüllt. Ein kurzer Ausflug an einem Sonntag nach Zug, mein Besuch im Tiergarten Goldau (ganz okay) während Sabina als Hostess für ihren Arbeitgeber Sonntagsarbeit leistete und wieder einmal eine Fahrt vor Ostern nach Slowenien bereicherten diesen verdammt kalten März. 

Und nicht zu vergessen mein Fotokurs, der mindestens mir viel Freude bereitet und den ich sogar in einem Theorie-Saal eines Fahrlehrers in Männedorf abhalten kann. Ach ja, die Welt hat einen neuen Papst, was mich zwar nicht kümmert, bei dessen Wahl ich aber als Fotograf gerne mal teilnehmen würde. Dafür bin ich wieder beim Sechseläuten akkrediert und kann am Abend bei einer Zunft Fotos schiessen. Hoffentlich bei endlich frühlingshaften Temperaturen. 


Konstanz
8. März 2013

  Beim Bürgerbüro von Konstanz.

Echt skurril. Der Laubebrunnen.

  Zu gut!

  Auf der Jagd nach guten Fotos.

  Gut und günstig.

  In der Altstadt.

  Das mystische Tor von Konstanz.

Viele Schweizer geben sich in Konstanz einem Kaufrausch hin.

Sexy?

Ich wollte mir neue Anzüge kaufen. Hemden habe ich gefunden, aber die Anzüge gefielen mir nicht.

 
In der Altstadt, gepflegte Gassen. Als ich am Fotografieren war, rasten zwei Teenager an mir vorbei. Sie rief ihrer Kollegin zu: "Wie geil ist dass denn. Ich habe einen echten Fotografen gesehen." Wenigstens eine hat es erkannt!😏

  So sieht ein echter Fotograf aus!

Ich bin immer für die Belebung eines Fotos dankbar.

  Am Hafen.

 Imperia (Peter Lenk). 

Die Hafenmole.

Die Imperia lockt viele an, sie ist ja auch wirklich sexy.

Zum Schluss ein düsteres Bild. Der Eingang zum "Münster Unserer Lieben Frau".


Zug am Zugersee
10. März 2013

Auf der Fahrt nach Zug. Der Hüttnersee.

Gefängnis Bostadel. Mich beschleicht immer ein komisches Gefühl, wenn ich ein Gefängnis sehe.

Symbolisch: Licht und Schatten. Keine andere Spezies sperrt die eigenen Artgenossen ein. Unterscheidet uns DIES vom Tier? Eine Lösung ist allerdings schwierig zu finden.

Beim Hafenrestaurant. Eine gute Startbahn für den Schwan. Er braucht 100 Meter um in die Luft zu schwingen. Ob der schon fliegen kann?

  Zug hat genug Geld für Kunst im Freien.

Erst als ich die Ente platziert hatte, merkte ich, dass mich die Restaurant-Besucher in meinem Rücken etwas schräg musterten.

  Sanftes Licht über dem Zugersee.
  

Tierpark Goldau
10. März 2013

Im Eiltempo hetzte ich durch die Väter und Mütter mit ihren Kindern, Sabina war schliesslich am Arbeiten in Zug.

Lasst den Uhu doch fliegen.

  Ich hoffe er hat im 2026 eine grössere Voliere.

  Wohl fühlt er sich nicht.

  Handzahme Rehe.

Auch der ist hinter Gittern.


Neue und alte Architektur in Zürich
März 2013

Fussgängerbrücke Bahnhof Stadelhofen

Seit 1990 ist das Werk von Calatrava in Betrieb. 80'000 Benutzer täglich.

Die Passerelle wurde vielleicht ein bisschen zu grosszügig konzipiert. Und vor allem fehlen Sitzgelegenheiten. Nun, vielleicht wollten sie keine sitzenden Besucher.

Der Bahnhof sieht elegant und doch massiv gebaut aus.

  Der Bahnhof Hardbrücke ist zu einem der wichtigsten Knotenpunkte in Zürich geworden.

Zürich West heisst die Gegend. Sie war das Industriequartier der Stadt. Als die Zürcher Kantonalbank bekannt gab, dass sie 1996 auf das Steinfels-Areal ziehen würde, dachten viele an einen Scherz. Das Quartier galt als gefährlich, schmutzig und nur wer nicht anders konnte, hielt sich dort auf. 

2026 ist Zürich West ein äusserst beliebtes Quartier. Zum Arbeiten und zum Wohnen. Der 2011 fertiggestellte 126 Meter hohe Prime Tower hat die Gegend veredelt. Banken und Beratungsunternehmen haben ihren Sitz im Hochhaus. Zuoberst logiert ein Restaurant, mit dem sinnigen Namen Clouds, das vielfach ausgebucht ist. Ein Besuch lohnt sich. 

Unzählige Lagerhallen säumen aber auch im 2026 noch die Geleise. 

  Der Zürichberg, die teuerste Wohngegend von Zürich, wird von der Abendsonne beschienen. 

Fast schon futuristisch wirken die Lichteinlässe der Lagerhallen.

  Fussgänger sind auf der Hardbrücke in der Minderheit.

  Der Blick Richtung Hauptbahnhof und Zürichberg.

In diesem Gebäude neben dem Prime Tower hat sich Ernst & Young, bzw. EY Schweiz, eingenistet. Viel näher an einem Bahnhof kann man nicht arbeiten. Das Foto habe ich von einem Zugperron geschossen.

So modern wie der Prime Tower und andere Gebäude wirken, so alt wirkt der Bahnhof Hardbrücke. Aber der ist erst 1982 eröffnet worden. Das habe ich bis ins 2026 nicht gewusst. Ich dachte der stammt noch aus dem 19. Jahrhundert. 

Die Perrons sind recht schmal. Ein Wunder hat es noch nie oder sehr selten einen Personenunfall gegeben. Denn die Schnellzüge rasen zum Teil in horrendem Tempo durch den Bahnhof.

Eine gewisse Leichtigkeit kann man der Metallkonstruktion nicht abschlagen.

Meine Frau findet den Bahnhof modern. Ich empfinde ihn als eng, alt, verwirrend und voller Hektik der Reisenden. Ich glaube, niemand ist gerne länger als nötig im Bahnhof.

Der weite Blick Richtung Basel empfinde ich nach der Enge des Bahnhofs äusserst wohltuend.

Sabina arbeitete 2013 in Schlieren und der Hardbrücke Bahnhof war ihr Umsteigehalt nach Männedorf. Wir hatten uns in einem Kaffee in der Hardbrücke verabredet. Beide wussten wir damals noch nicht, dass wir nur ein paar Monate später in Dietikon, dem richtigen Zürich West, wohnen würden.

  
Zürich, Meilen, Männedorf
März 2013

Commercio und Picadilly
Im Restaurant Commercio traf ich mich jahrelang um in Zürich in den Ausgang zu gehen. Vielfach blieben wir einfach hocken. Es war damals äusserst beliebt.

 
einsame Raucherin
  


 Massnehmen...
 
Masshalten...
 

Die Stockenten zeigen Mut. 

Pendler in Männedorf. Die S-Bahn im Kanton Zürich ist äusserst beliebt.

Die Schienen führen direkt in den Bahnhof Hardbrücke. Hier Eisenbahnromantik in Feldbach, ZH.

Zeit im Bild: Im 2026 ist der Benzinpreis bei 170 Cts/l, warum eigentlich Cents?


Besuch der Bank Hyposwiss, Zürich
21. März 2013

Treppenhaus der Hyposwiss (2026 St. Galler Kantonalbank). 

Hannes Kobelt lud seine Kollegen zu einer Führung durch die Bank ein. Beeindruckend was er als Facility Manager alles zu managen hat!


Prevalje, Slowenien
25. März 2013 - 30. März 2013

als ich diesen Zug sah, wusste ich, das gibt einen "Step back in time"
 
wir eilten ihm nach, aber... der fährt ja nur zweimal am Tag nach Maribor
 
Step back
 
Sabina entert den Zug
 
zu geil
 
diese Schriften und Stempel und so...
 
aus einer anderen Zeit
 
aber direkt vor meinen Augen
 
wer hätte da nicht wie wild abgedrückt?
 
wird irgendwann einmal eine meiner Wände zieren
 
Maribor
 
fast im Zeitloch verschwunden
 
irgendwann setzen wir uns rein und fahren nach Maribor
 
wenn die Türen denn schliessen...
 
...und die Wagen zusammenhalten...



Prevaljes Wasserfall und Fussballklub
28. März 2013

  Ein unscheinbarer Bach in Prevalje versetzte mich in einen Fotorausch.

  Nicht mal die Einheimischen kennen diesen Wasserfall.

  Winterwunderwelt.

  Barbarski Graben soll der Bach heissen.

Zu Fuss gut einzusehen, aber die meisten düsen im Auto achtlos vorbei. Das ist kein Vorwurf.

Das Fussballstadion von Prevalje bei Nacht. Da spielte schon der FC Basel aus der Schweiz. Und hat gewonnen. Im 2026 spielt der Verein in der 3. Liga von Slowenien.

  Oberhalb des Fussballplatzes wirkt Prevalje endzeitlich.

Schattenmann.

  Sabina stemmt sich gegen das Heimfahren.


Prevalje - Dietikon
30. März 2013

  Wir rasten zurück nach Männedorf.

 Die Raststation "Golling Ost" an der A10 Tauernautobahn. Blick zurück Richtung Villach.

Wir sind fast schon in Salzburg, nur 260 Kilometer von Prevalje entfernt. Noch 490 Kilometer nach Männedorf. Ich liebe diese Fahrt über die A10.

Möge der Frühling bald kommen. Es war ein strenger und nebliger Winter.

so long guys!