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7. Juli 2021

Nei, eigentli nöd... und andere nette Leute - Biber, Seleger Moor, Neeracher Ried, Schwanenrettung

Vierfleck-Libelle im Seleger Moor

Neue Freunde im Neeracher Ried?
30. Mai 2021

Etwas spät für Vogel- und "Gut-Licht"-Liebhaber öffnet das Birdlife-Naturzentrum in Neerach seine Pforten. So standen Sabina, Ronny (mit der Sony) und ich vor noch verschlossenen Toren, kurz vor 9 Uhr. Voller Vorfreude auf die einzigartige Vogelwelt des Neeracher Rieds. 

Das Naturzentrum bietet dem Besucher in erster Linie zwei Beobachtungshütten, die 12 Personen die Sicht auf eines der letzten grossen Flachmoore der Schweiz bieten. Selbstverständlich sollte man durch die relativ kleinen Sehschlitze nicht mit den Händen den Vögeln zuwinken. Wir nahmen also auf den Holzbänkchen Platz und starrten durch unsere Objektive auf das Ried. 

Oh, ein Kiebitz! Oh, zwei neue Besucher. Mit zwei wirklich fetten Objektiven (800mm oder 1000mm mit Extender). Wohl zwei Locals, die sich durch unsere Anwesenheit mehr gestört fühlten, als kuschelnde Teenager durch ihre Eltern. Unser "Guten Morgen" beantwortete die Eine mit "steckt nicht Euer Rohr durch den Schlitz", was wohl auch Eltern gerne ihren Teenagern sagen möchten. Ronny, Sabina und ich sind friedfertige Menschen, daher vermieste ihr Tonfall unsere gute Laune schlagartig. Gut sah sie bei unserem Abgang nicht, was hinter ihrem Rücken passierte... 

Tja, viele Fotografen sind leider nicht gerade in den Zaubertrank der Sympathie gefallen. Obwohl, das betrifft nicht nur Fotografen...

Schwanenrettung an der Limmat
17. Juni 2021

Die heftigen Unwetter der letzten Wochen liessen die Limmat immer wieder gefährlich anschwellen. Eines Nachmittags entdeckte ich 2 der Jungschwäne (von 4 übrig gebliebenen der ursprünglich 10) im Kanal der EKZ. Keine Chance auf eine Rückkehr zu ihren Eltern an der Nötzliwiese. Als sie nach ein paar Stunden immer noch hilflos im Kanal trieben, rief ich Ronny zu Hilfe, der aus alten Fischerzeiten noch über einen grossen Feumer verfügt. Als die Beiden aber den Feumer sahen, flüchteten sie in Panik in die Mitte des Kanals und wurden zum Wehr der EKZ abgetrieben. 

Um sie zu retten, mussten wir das eingezäunte Gelände der Kraftwerke betreten. Zusammen mit einem ETH-Maschineningenieur, seiner Frau, Sabina und dem Praktikanten von Ronnys Firma, versuchten Ronny und ich, die kleinen Ausreisser einzufangen. Nicht ohne bei Ronnys Vater (ein ehemaliger Polizist) Erkundigungen einzuziehen, wie viele Jahre ein unbefugtes Eindringen in ein öffentlich-rechtliches Kraftwerk einem einbringen könnte. 

Schliesslich gelang dem Praktikanten das Kunststück, die kleinen Schwäne mit dem Feumer zu fangen. Fachmännisch warfen wir Tücher über die Köpfe der Kleinen und brachten sie in einer Kartonschachtel zurück zu ihren Eltern. 

Die Wiedersehensfreude war mindestens auf Seiten der Jungschwäne zu sehen. Bei der Mutter hielt sich Freude allerdings in Grenzen. Aber, wer von uns kann schon in die Seele einer Schwanenmutter blicken? Immerhin leben alle vier Geschwister nach 2 Wochen und weiteren heftigen Unwettern noch!

Seleger Moor
13. Juni 2021

Seit Monaten fotografieren wir die Fauna und Flora an der Limmat. Ich denke, die Schwäne erkennen uns tatsächlich und Sabina meinte, sie hätte schon einige Enten unsere Namen rufen gehört. Zeit für einen weiteren Ortswechsel. 

Das Seleger Moor bei Rifferswil wurde uns schon von ein paar Leuten empfohlen. So standen Sabina, Ronny und ich wieder einmal um 9 Uhr Sonntags beim Eingang eines Parks. Ein wunderschöner Ort. Allerdings sind die Vögel zwar zu hören, aber leider kaum zu sehen. In den Spiegelpools sieht der Besucher dafür herrliche See- und Teichrosen, Frösche und meine neuen Lieblinge: Die Libellen. Das erfolgreichste Raubtier der Welt! Eine Studie besagt, dass 95 % ihrer Angriffe erfolgreich sind. Davon können Löwen nur träumen!

Nei, eigentli nöd (Nein, eigentlich nicht)
Juni 2021

Im Gegensatz zu manch anderen macht es mir Freude, Passanten auf unsere reiche Tierwelt hinzuweisen. So stand ich unter der A3 bei Glanzenberg auf der Fussgängerbrücke, als ein älterer Herr des Weges kam und in den naturbelassenen Teich des Werd Bachs starrte. Als er an mir vorbeikam, fragte ich ihn, ob er eine Schildkröte sehen möchte. "Nei, eigentli nöd!" Ich dachte, er hätte meine Frage falsch verstanden und wiederholte sie: "Nei, eigentli nöd!" In Zukunft werde ich das wohl unterlassen, oder? "Nei, eigentli nöd!"😂👆


Videos der Schwanenrettung
17. Juni 2021



Einen hat es böse erwischt, er ist bis heute auf einem Auge blind und wurde ein paar Wochen später von den Eltern verstossen.

"Fachmännischer" Transport der Schwanenkinder.

Stockerpel im Prachtkleid.

Im Sommer verwandeln sich die Erpel und nehmen das Kleid der Enten an, die Geschlechter sind dann nur noch durch die Farbe des Schnabels zu unterscheiden.

Aber nicht nur Tiere verändern sich... Ronny Degiacomi im Frühjahr.
Und nach dem Coiffeur. Ich hätte ihn beinahe nicht erkannt.

Ein Koi in der Limmat (gentechnisch identisch mit den "normalen" Karpfen) und wohl der gleiche wie vor einem Jahr .

Sabina greift endlich wieder einmal zur Kamera.

 Sie macht herrliche Schnappschüsse! (Man spielt nicht mit dem Essen!)😂

Auch eher selten zu beobachten, die Wacholderdrossel.

Fleissig am Nestbauen.

Blässhühner brüten teils 2 Mal im Jahr, immer von April - August.

Da fällt mir ein, Mikado spielen ist aus der Mode gekommen.

Brüten kann ganz schön langweilig sein.

Aber nach dem Schlüpfen beginnt der Elternstress.

Die Meise hält nach Feinden Ausschau.


Libellen
Mai/Juni 2021


Die Libellen haben in ihren 6-8 Wochen, die sie leben, anderes zu tun.

Es gibt über 6300 bekannte Libellenarten, 85 davon in Europa .

Die Bestimmung ist nicht ganz einfach, die Paarung ist auch nicht ohne.

Eine für uns komplett fremde Welt, aber unglaublich faszinierend.

Die gebänderte Prachtlibelle, 30 Flügelschläge in der Sekunde und bis zu 50 km/h schnell.

Die Flügel der Libelle, eine Meisterleistung der Natur.

Die Libelle nimmt die Welt wohl anders wahr als wir.

Die Augen sind unglaublich, sie erlauben eine 360-Grad-Sicht.

Das Farbenspektrum, das sie sieht, ist weitaus grösser als unseres, so nimmt sie UV-Licht und wohl auch linear polarisiertes Licht wahr.

Aber auch das Farbspektrum der Libellen selber ist riesig, hier eine Adonisjungfer.

Die Lebensdauer beträgt je nach Art zwischen 2 Wochen und 6 Monaten.

Viel länger leben die im Wasser abgelegten Larven: Im Schnitt verbringen die Larven 2 Jahre unter Wasser, manche bis zu 6, dabei häuten sie sich bis zu 10 Mal und werden jedesmal grösser.

Die erfolgreichsten Raubtiere der Welt, 95 % der Angriffe auf ihre Beutetiere (mehrheitlich Insekten) sind erfolgreich. Was für ein faszinierendes Lebewesen!


Die Schwäne werden grösser
Juni/Juli 2021


Die Welt der Schwäne liegt uns etwas näher, auch wenn wir nicht fliegen können.

Noch etwas ungelenk schreitet das Junge über die Wiese.

"I believe I can fly..."

Er hat das Spiel mit den Luftblasen entdeckt.

"Sie sagt, wir sollen ins Wasser."

"Ach, lassen wir sie für einmal alleine baden."

Noch nicht ganz die Spannweite der Mutter.

Sie sind einfach herzig.

Gar nicht gerne sehen die Eltern andere Schwäne in der Nähe.

Das Männchen fliegt ab, um für Recht und Ordnung zu sorgen.

Damit seine Jungen ungestört planschen können.

So ein Jungtierleben ist aufregend, immer wieder fallen die Küken in den Schlaf.

Sie werden von den Eltern immer gut bewacht.

Er hat alles im Blick.

So kann das Kleine auch an Land eine Mütze Schlaf nehmen.


Eisvogel, Ralle und Reiher
Juni 2021

die Teichralle schnuppert an der Schildkröte
Eine Teichralle schnuppert an der Schildkröte.

Die Begeisterung hält sich in Grenzen.

Während die Teichralle immer vor Ort ist, haben wir den Eisvogel über Wochen nicht mehr gesehen.

Leider beehrte er uns nur ein paar Tage und ist seither wieder verschwunden.

Ich nehm's nicht persönlich.

Auf der Suche nach einem neuen Revier legen die Eisvögel bis zu 1000 km zurück, ich hoffe, er kehrt wieder an die Limmat zurück.

Die Graureiher haben hoch in den Bäumen ihre Nester, erst wenn sie flügge sind, sieht man die fast ausgewachsenen Jungen in der Gegend, links wohl ein junger Reiher.

Das Gefieder muss gepflegt werden.

Ich nehme nicht an, dass dies eine menschliche Geste ist.

Der Reiher sieht in mir keine Gefahr.

Frisch geputzt geht's auf die Jagd.


Im Neeracher Ried
30. Mai 2021

Kiebitze lieben das Neeracher Ried.

Arme Krähe: Zuerst kriegt sie eine Ansage der Stockenten.

Dann wird sie auch noch vom Kiebitz angegriffen.

Da zieht sie sich lieber zurück.

Ein Stieglitz oder Distelfink sieht sich im Neeracher Ried um.

Für Nachwuchs wird gesorgt.

Obwohl auf den Inseln im Ried schon viele Küken hocken.

Eine Bachstelze. Entweder haben wir immer Pech oder sie setzt sich kaum jemals in die Sonne.

Ein schottisches Hochlandrind blickt über das Neeracher Ried.

Die Karpfen im Ried trieben's an diesem Tag ziemlich bunt.

Mohnblumen sorgen für schöne Bilder.

Der Turmfalke hat wohl nicht seinen besten Tag. Warum auch immer.

Immer schreckhaft, leider.


Am Katzensee
30. Mai 2021

Die Guggenbühls am Katzensee (Foto Ronny).

Das nennt man Chimping, prüfen, wie die Bilder im Display wirken, man verpasst dann gerne eine Szene rundherum.

Über frisch gemähten Feldern trifft man viele Milane und Bussarde.

Ein Rotmilan am Katzensee.


Wieder an der Limmat
Juni 2021

Viele Vögel verziehen sich, wenn der Bussard in die Nähe kommt.

Irgendwo wird er schon noch ein Beutetier finden.

Ein Buntspecht im Revier.

Er säubert die Bäume von Plagegeistern.

Was regt denn den Enterich so auf?

Ah, das unorthodoxe Liebesspiel der Blässhühner, sie hat den Hut etwas schief auf.

Elegant und romantisch sieht anders aus. Manchmal wird das Weibchen dabei ersäuft.

Die Gänsesäger treiben's nicht vor aller Augen, ich habe jedenfalls noch keine Paarung gesehen.

Die Amsel schmettert ihr Liebeslied in den Wald hinein.

Ein Teichrohrsänger macht sich lang.

Das Weibchen der Grasmücke mit Frischfutter für die Jungen.

Ich liebe die Farbenspiele, die die Natur bietet.

2021 sah ich kein einziges Jungtier der Haubentaucher.

Die Stockenten hatten viele Junge, die wurden allerdings sehr schnell dezimiert. (Hecht, Reiher, Möwen, Krankheit)

Für einmal kann sich die Eidechse in der Sonne wärmen, das Wetter war nicht immer so.

Überflug.

Später Nachwuchs einer Stockente, 24. Juni 2021.

Gründeln will gelernt sein.

Die doch schon recht grossen Jungen werden beim Gründeln vom Vater kontrolliert.

Die eher seltene Welsh-Harlekin-Ente (rechts) hat einen Partner gefunden und ist 2026 immer noch an der Nötzliwiese und hat sogar Nachwuchs auf die Welt gebracht.

Während die Rotwangen-Schmuckschildkröte noch Ausschau hält.


Im Seleger Moor
13. Juni 0221

Die blaue Passionsblume. Grundsätzlich essbar.

Eine Teichrose, erinnert an ein Neunauge (Fisch).

Die Seerosen blühten wunderschön im Seleger Moor.

Die Blätter der Seerose werden vom Wasserfrosch gerne genutzt.

Eine Biene hilft den Pflanzen beim Bestäuben.

Seerosen im Verbund.

Eine Teichrose im zarten Morgenlicht des Seleger Moors.

Ein Wasserfrosch durchschwimmt die Spiegelteiche im Seleger Moor.

Nicht alle haben Freude am lauten Gequake der Frösche.

Was die aber kaum stören wird.

Nordamerikanischer Berglorbeer im Seleger Moor.

Wunderschön: Die Pfauenblume.

Ein Rapsweissling.

Meine Weissling.

"What happens on the leaf stays on the leaf..."


Uerikon, im Garten meiner Mutter
6. Juni 2021

Wohl die Lieblingsblume vieler Menschen, die Rose. Es gibt ungefähr 300 Wildrosen. Durch menschliche Züchtung hat sich die Zahl der Arten auf 30'000 (!) hoch geschraubt.

Die Mohnblume.

Schön sieht man wieder vermehrt natürliche Blumenwiesen.

Im Naturgarten von Tobias Lehmann (Nachbar meiner Mutter) wachsen herrliche Blumen, hier eine Reichblütige Waldrebe (Clematis).

Die Deutsche Schwertlilie (Iris).

Eine Acker-Witwenblume (Knautia) streckt sich der Sonne entgegen.

Mohnblumen wachsen weltweit mehrheitlich in den gemässigten Zonen.

Kartäusernelke (Diantus).

Eine Weinbergschnecke auf ungewohntem Untergrund.


Der Biber in der Limmat bei Glanzenberg
26. Mai 2021

Last but not least, der Biber streift immer wieder mal durch's Revier.

Meistens sind sie in der Dämmerung gut zu sehen.

Er zeichnet wohl unabsichtlich herrliche Linien ins Wasser.

Sie schweben fast durch's Wasser.

Das war's mal wieder! Applaus?



Wer noch nicht genug hat:






so long guys