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30. Juli 2012

Vernissage - Der Reinfall - Mutters Geburtstag auf dem Zürichsee

Making of...

Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen
Sprichwort von Tradern

Seit dem 1. Juli arbeite ich wieder offiziell in der Personalberatung. Zum Glück bin ich Optimist. Denn was sich wirklich geändert hat in den letzten 2 Jahren, ist die Einstellung der Leute oder wie es ein Ökonom formuliert hat: "Viel ist nicht geschehen, ausser von beschissen zu ganz beschissen!" 

Bis jetzt habe ich noch keinen getroffen, der einen Ausweg aus dem Schlamassel sieht, das der Euro bzw. die EU angerichtet hat. Den Euro behalten kostet Milliarden, den Euro aufgeben ebenfalls, Milliarden, die sich die Europäer gar nicht leisten können. Der Schuldenberg ist gigantisch, die Massnahmen verpuffen immer wieder von Neuem. Leider war vorauszusehen, dass eine Eurozone mit nur einer Währung zum Untergang verurteilt ist. Aber der politische Wille war dermassen stark, dass warnende Stimmen schlicht überhört wurden. 

In den 70er Jahren wurde der Ecu eingeführt (European Currency Unit), aber niemand in Europa wollte diese Einheitswährung. Was der Markt nicht schaffte, würden Gesetze schaffen? Ein seltsamer Gedankengang. Das beste für Europa wäre, die nationalen Währungen wieder einzuführen und so die ungleichen Wirtschaftsleistungen wieder bewerten zu können. Aber davor schrecken die Politiker noch immer zurück. Und bis ins 2026 hat sich das nicht geändert. Es sieht so aus, als würde der EURO bleiben.

Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint"
zeitlos

Wir selber richteten eine Vernissage aus. Am 5. Juli (und bis 25. August 2012) konnten unsere Bilder an der Uraniastrasse 31 in Zürich besichtigt werden. "Einige Bilder fanden einen Abnehmer und noch sind wir mit mehreren Unternehmen im Gespräch, die Ihre Räumlichkeiten eventuell mit unseren Bildern schmücken wollen." (schrieb ich 2012). 2026 kann ich sagen: Das ist nicht ganz gelogen, aber massiv übertrieben. Kein einziges Bild haben wir verkauft. Tatsächlich hat sich der CFO der UBS Securities (Amerika-Business) für meine Kunst interessiert, um sie eventuell in den Gängen der Büros aufzuhängen. Aber auch dies kam schliesslich nicht zu Stande. Der Galerist, Christian Barth, hat es sicher nur gut gemeint, aber es ist kein Wunder, dass er als Galerist nie reüssiert hat. 

Warum eine Vernissage?

Als Christian Barth, der seit einiger Zeit die Galerie Lumobox von Fuji an der Uraniastrasse führte, auf mich zukam und mich fragte, ob ich vor seinem Umzug nach Wien und der damit verbundenen Schliessung der Galerie bei ihm meine "Blended" Kunst ausstellen möchte, war ich zwar erfreut, aber auch skeptisch, ob meine Kunst überhaupt Käufer finden würde. Ich wollte im 1. Stock Reisefotos von uns präsentieren und im Parterre die Blended-Prints. Er meinte, man könne nicht zwei Herren dienen und überredete mich, nur Blended zu präsentieren. Ich musste für die 40 Tage Ausstellung auch nichts zahlen (zahlt ein Künstler dem Galeristen Miete?). Anyway, der Druck der Bilder kostete mich weit über 10'000 Franken. Die Getränke an der Vernissage auch gut und gerne 2000. 

Er verfüge über 5000 Kontakte in der Kunstszene und er war begeistert von unserer Kunst. An die Vernissage kamen genau 2 Kontakte von ihm. Ein Journalist und ein begeisterter Vernissage-Gänger, der sich gerne verköstigen liess. Die Bilder hatten wir mit 1800 bis 2500 Franken angeschrieben. Der Rest der doch grösseren Gästeschar kam von meinem Kollegen- und Bänkerkreis. Und nicht einmal die Hälfte meiner Freunde-Herren-Gruppe tauchte auf. Obwohl wir Wasser, Prosecco-, Wein, Bier und Gebäck offerierten, musste ich mir später anhören, dass ich das billigste aller Biere aufgetischt hätte und das bei den Preisen der Bilder. Der war wenigstens ehrlich. 

Fazit: Die Welt war für meine Kunst wohl noch nicht bereit. Es war ein Reinfall auf allen Ebenen. Immerhin hängen auch im 2026 noch ein paar der Bilder in unserer Wohnung. 


Vernissage, die letzte
5. Juli 2012

Der Galerist packt mit an.

Den Arbeitern gefielen die Bilder nicht.

Galerist Christian Barth mit erstem Gast (links).

Zwar zentral gelegen, aber nicht am Puls des Geschehens und nicht zu sehen. Das Lokal der Galerie.

Die Crettenands (Eddy und Aline) trafen wir 2010 in Galveston, Texas und später in Los Angeles, California. Sie besuchten uns in der Galerie, in der unsere Bilder ausgestellt waren.


Mit der Stadt Rapperswil auf dem Zürichsee
22. Juli 2012

Der Stolz der Zürichseeflotte: Stadt Rapperswil, der Raddampfer aus dem Jahre 1914. 59 Meter lang, Breite über den Radkasten 13.5 Meter, Dampfmaschine 500 PS, Höchstgeschwindigkeit 27 km/h, 2 Seitenräder, 750 Passagiere, 6 Mann Besatzung. Ihr Schwesterschiff, die Stadt Zürich ist noch etwas älter. Die Baukosten betrugen um die 320'000 Schweizer Franken. Gemäss Teuerungsrechner ergibt das einen Betrag von 3.5 Mio. im Jahre 2026.

Der Maschinist hat immer ein Auge auf den Ölstand.

Die Kurbelwelle sieht sehr gepflegt aus.

Nachdem alles kontrolliert wurde, gibt der Kapitän um 1030h den Befehl zum Ablegen, um auf dem Zürichsee nach Rapperswil zu gondeln. Wir nahmen im Innern Platz, um auf den 82. Geburtstag unserer Mutter anzustossen. Wenn ich mich richtig erinnere war das Mittagessen nicht gerade ein Gourmetschmaus. Knappe 4 Stunden später legten wir wieder in Zürich an.

Am Bürkliplatz herrscht immer Hektik und Gewusel, die Ruhe auf dem Schiff war wohltuend.

82 Jahre alt. Meine Mutter Gertrud "Trudi" Guggenbühl-Menz (1930 - 2022).

Abfahrt 1030h am Sonntag ist für mich noch etwas früh.

Mein zweitältester Bruder Ueli ist ein Morgenkind. Immer fröhlich. Seine Frau Malou, rechts, hat noch Entfaltungsmöglichkeiten. Sabina, zweite von links und Jenna, die Tochter meines Bruders sind wohl auch noch nicht ganz wach. 

Malou, Regula, Mutter Trudi, Jenna, Sabina und Schwager Richard warten auf die Stadt Rapperswil.

Meine Frau, Sabina Guggenbühl, freut sich auf die 4-stündige Fahrt.

  Caspar Guggenbühl, mein Neffe. 2026 Leiter Firmenkunden Zürich und St. Gallen der Migrosbank.

   Regula Grüninger-Guggenbühl, meine Schwester, die sich nicht gerne fotografieren lässt.

Caspar mit seinem Vater und meinem Bruder Heinrich Guggenbühl. Caspar hat uns viele Jahre später zu seiner Hochzeit nach Cascais, Portugal, wo er 4 Jahre gearbeitet hat, eingeladen. Im 2012 war er schon mit einer Portugiesin liiert, geheiratet hat er aber eine andere. 

Susi Crameri (Crameri-Guggenbühl 2015). Die Frau meines Bruders Heinrich. 2015 erlag sie nach kurzer Krankheit einem Krebsleiden. Sie ist viel zu früh von uns gegangen. Ich mochte sie sehr.

Malou Guggenbühl-Benali hat uns im 2022 verlassen. Auch viel zu früh. Mit ihr verbrachten wir immer eine lustige Zeit.

  Bruder Ueli mit Tochter Jenna.

  Meine Nichte, Deborah Guggenbühl. 

Fast wie in Genf: Der Springbrunnen in Wädenswil.

Bäch, steuergünstiges Schattenloch am Pfnüsel-Ufer.

Männedorf, unser damaliger Wohnort. Seit 2013 leben wir in Dietikon. 

  Ueli ist lieber selber am Steuer eines Schiffes. Ein begnadeter Segler.

Im Vordergrund die Fähre Horgen-Meilen. Im Hintergrund der Hausberg von Zürich, der Uetliberg. 2024 sollten wir auf dem Berg einen magischen Sonnenaufgang erleben.

Auch wenn es meine Heimatstadt ist. Fotografisch gibt sie nicht viel her.

  Bürkliplatz und Blick in die Bahnhofstrasse von Zürich.


so long guys