Der Eisvogel wurde ein Opfer eines Falken.
Nicht nur ich hatte im Sommer den Eisvogel entdeckt, auch andere Fotografen traf man immer wieder unter dem Westring an. Aber eines Tages war eine Kollegin in heller Aufregung. Sie habe am Vortag miterlebt, wie sich ein Sperber mindestens einen der Eisvögel gekrallt habe. Seither hätte man keinen mehr gesehen. Die Eisvögel, die uns so viel Freude bereiteten, waren plötzlich nicht mehr da. Wobei man dem Eisvogel ein gewisses Suchtpotential nicht absprechen kann. Ich bin sicher, es gibt mittlerweile Selbsthilfegruppen für Eisvogel-Süchtige. Er ist aber auch ein wahrlich wunderschöner Vogel. Alte Sagen erzählen vom Eisvogel und manche seltsamen Eigenschaften wurden ihm zugeschrieben:
Eine französische Sage erklärt seine Farben: Das Federkleid des Eisvogels war ursprünglich grau. So befand er sich auch in der Arche Noah. Nach der Taube schickte Noah den Eisvogel aus, um nach Land Ausschau zu halten. Weil sich bei seinem Aufbruch ein Sturm erhob, musste er in den Himmel steigen, um nicht von den sich aufbäumenden Wellen verschlungen zu werden. Dabei versenkte er sich in das Himmelblau, das bald auf seine Federn abfärbte.
Ganz hoch gestiegen, sah er die Sonne unter sich aufgehen, was ihn so faszinierte, dass er immer weiter auf sie zuflog. Von der immer größer werdenden Hitze fingen seine Bauchfedern Feuer, weshalb er schnell seinen Flug zur Sonne aufgab und sich in den Wasserfluten der Erde abkühlte. Weil Noah inzwischen Land gefunden hatte, fand der Eisvogel die Arche nicht mehr auf dem Wasser. Und deswegen sieht man ihn noch heute an den Flüssen entlang nach der Arche suchen und mit durchdringendem Ruf nach Noah rufen.
Fotografisch war für mich der Abschluss des Jahres eher herausfordernd. Mein lichtstarkes 70-200 f/2.8 Objektiv musste tatsächlich für über 400 Franken repariert werden. Während diesen Wochen musste ich mit dem Tamron 18-270mm klarkommen, das nicht immer scharfe Bilder lieferte. Nach der Reparatur des 70-200mm versuchte ich dem Eisvogel mit einem 2x Extender II beizukommen, allerdings immer bei schwachem oder schlechtem Licht. Aber auch der hat seine Tücken und fokussiert nicht immer richtig und schon gar nicht bei sich bewegenden Objekten. Der 2x Extender III sei um ein Vielfaches besser, meinte ein wohl für Canon schreibender Fotograf, ein anderer war ob den Resultaten allerdings enttäuscht. Und dafür ca. 400 Franken ausgeben? So muss ich wohl oder übel mit meinem nicht gerade auf Kleinvögel spezialisierten Equipment auskommen (5D oder 7D, Extender II und 70-200mm). Und 13'000 Franken für ein 600mm Festbrennweite-Objektiv von Canon ausgeben, nur um ein paar Vögel scharf zu kriegen... Trotzdem sind mir ein paar schöne Bilder gelungen. Viel Spass!
Limmattal bei Dietikon
Dezember 2020
Lesedauer: 7 Minuten, Bilder 84
Sinnbildlich für 2020? (Im 2026 stauen ich, dass ich das 2020 schlecht fand. Seither wird es mit jedem Jahr schlimmer.)
Raus ist der Fang.
Später inspizierte er das Dach des Biberbaus.
Und schwamm im letzten der Strahl der schwachen Wintersonne noch an uns vorbei.
Aber auch in den letzten 2 Monaten des Jahres gab es schöne Szenen zu sehen, wie diesen Haubentaucher, der nach Fischen tauchte.
Herrliche Bilder boten sich mir.
Die Fische versetzte er in helle Aufregung.
Er hatte eine unglaubliche Ausdauer, nur kurz tauchte er wieder auf, um erneut den Fischen hinterher zu jagen. Bis zu 40 m kann er tauchen und dies 45 Sekunden lang!
Auf der Jagd aus dem dunklen Hinterhalt.
Wir werden nie wissen, ob er ihn geschnappt hat.
Obwohl ich von ihm keinen einzigen Fischfangerfolg sah, wirkte er gar nicht unzufrieden, vielleicht war's eine reine Trainingsstunde.
Das war die Schwanenfamilie noch zu siebt.
Was die da wohl diskutieren? Jedenfalls muss es aufregend gewesen sein.
Vielleicht über ihren Erstflug.
Gekonnt gelandet!
Voller Stolz lassen sie sich wieder an ihren Stammplatz treiben.
Dort können sie schon mal dem Brotverteiler auf die Nerven gehen.
Leider das letzte Foto von ihm, er hinkte stark und war seit dem nächsten Tag nicht mehr gesehen und auch ein Geschwisterchen wurde nicht mehr gesehen, so haben sie wohl doch nur 3 von 6 durchgebracht.
Man sagt, ein Ungeheuer hause in der Limmat.
Knapp dem Ungeheuer entkommen?
Noch herrschten satte Herbstfarben am Abend vor.
Stockente im Gegenlicht.
Das Blesshuhn hatte es plötzlich eilig.
Manchmal interpretiere ich wohl zu viel in die Bilder hinein: Aber das sieht doch aus wie "Szenen einer Ehe." Eine klare Ansage.
Dann "steckelten" sie ein bisschen miteinander.
Zuerst sah es nach netten Zärtlichkeiten aus.
Das Schwofen verlief aber nicht wunschgemäss.
Er hatte wohl die falschen Worte gewählt. Jedenfalls wählte sie einen theatralischen Abgang.
Auch das Männchen verzog sich. Ob er das Ahornblatt absichtlich vor sich herschob?
Er suchte entnervt das Weite.
Auf den Eisvogel war meistens Verlass. Sie sind relativ ortstreu, solange Futter vorhanden ist.
Im Flug zu erwischen braucht Glück oder ein anderes Equipment oder auch andere Begebenheiten (wen's interessiert, mal nach Eisvogel-Fotografie googeln, hat dann aber mit Wildlifephotography nicht mehr viel zu tun).
Im herbstlichen Laub ist er schwer zu entdecken.
Aber manchmal auch nicht, was ihm wohl manchmal zum Verhängnis wird.
Natürlich gibt es in den Tropen viele schöne und ebenso farbige Vögel. Aber für mich ist der Eisvogel einer der schönsten Vögel der Welt.
Einfach wunderschön.
Perfekt posiert.
Es ist nicht immer so wie es scheint. Kopierstempel eingesetzt.
Des Eisvogels Traum.
Nicht nur der Eisvogel hat sich am Buffet bedient.
Aber auch die Kormorane, die sich um den Tümpel versammelten, lieferten wunderschöne Motive die Fischer nennen ihn den "schwarzen Tod"!
Im herbstlichen Licht.
Er geniesst die letzten Sonnenstrahlen.
Fast schon gespenstisch.
Im Flug: Gerne streifen sie mit einem Flügel ganz sachte das Wasser.
"Three little birds" (Bob Marley)... gut nicht ganz so klein und verdammt hungrig, ganze Fischpopulationen Fischpopulationen können sie wegputzen! Fischer sprechen von 600-800 Gramm Fisch pro Tag, Biologen von 300-400 Gramm...! Wenn ich aber sehe, wie sie ganze Schleien vertilgen, bin ich eher bei den Fischern...
Action im Tümpel, ein kapitaler Fang.
Nach dem Fang ist Gefiederpflege angesagt.
Zum Leidwesen der Fischer: Nach dem Fang ist vor dem Fang.
Er müht sich mit der ausgewachsenen Schleie.
Mit dieser Schleie im Bauch konnte er auch noch wegfliegen!
Sie sind recht scheue Vögel.
Die Gesellschaft von Gänsesägern schätzen sie nicht besonders.
Batman lebt!
Ein paar Beispiele was Dietikon zu bieten hat
Dezember 2020
Dezember 2020
Aber Dietikon bietet nicht nur Vögel, nein, auch viele Baustellen (oder doch ein Gateway Arch Gateway Arch in St. Louis?)
Der Limmattower, 80 Meter Höhe.
Eine Leiche in der Limmat? Kommt immer wieder vor (kein Witz).
Wenn man von der Bahnhofsunterführung auf den Limmatweg kommt.
Im Wald, es würde einem nicht wundern, wenn ein Hobbit um die Ecke käme.
Auch die Reppisch schlängelt sich durch die Stadt. Allerdings eher verborgen.
Ein gar nicht scheuer Graureiher, der keine 3 m vor einem landet und sich dann der Pedicure widmet.
Das herbstliche Motiv kündet den nahen Winter an.
Die Autobahn A3 führt gut getarnt durch Dietikon.
Plötzlich war Winter.
Ein frierender Graureiher.
Das fahle Licht gibt dafür Motive für Schwarz-Weiss-Bilder, Gänsesäger und Möwe.
Sogar die Graffitys künden vom eisigen Wetter.
Die einsame Möwe.
Am 1. Dezember 2020 lag in Dietikon Schnee.
Der Eisvogel, der Schnee gar nicht liebt.
Kurz darauf schien aber schon wieder die Sonne (3. Dezember).
Eventuell lispelt sie ein wenig...
Gut ist, wer's erkennt! Ein hinterhältiger Angriff eines Haubentauchers auf einen Konkurrenten.
Sogar der Graureiher staunte ob der Attacke.
Der Sperber wunderte sich ebenfalls.
Auch die Bengalkatzen können es fast nicht glauben.
Der Rotmilan widerspricht den Angriffen der Krähe vehement.
Aber die Welt zieht ihre Bahn und die Enten frönen wem oder was auch immer!
Splash 2020 away!
Naja, mindestens die Haubentaucher sind guter Dinge!
Auf ein gutes 2021!
so long guys!

















































































