29. April 2013

Kraniche - Letzigrund - Zürich Marathon - Schlechtes Wetter am Zürichsee

Der Frühling ist da. Mit Regen, Schnee und Kälte!

Wetter-Smalltalk

Das war doch endlich wieder einmal ein Monat, wie er im Buche steht. Was für Sonnenanbeter und Frischluftfanatiker eine Katastrophe war, bedeutete für den "small talk"-schwachen Mitmenschen ein Segen. Wen immer man traf, das Wetter war ein dankbares Thema. Leute, die manchmal in peinlichste Situationen geraten: "Hallo (den Namen hat man eh längst vergessen), wie geht's denn Ihrer Frau?" Schlagartig wird einem bewusst, dass sie vor längerer Zeit verstorben ist. "Aehm, immer noch auf dem gleichen Friedhof?" Genau für solche war der Monat April doch himmlisch. 

FC Bayern-Chef als Zocker entlarvt

Auch sonst gab es genügend Themen zu besprechen, wie den Fall des Vorzeigedeutschen Hoeness, der über ein geheimes Zockerkonto in der Schweiz stolperte, obwohl schon seit Jahren in gewissen Kreisen in Zürich getratscht wurde, dass sein hochroter Kopf nicht den Resultaten des FC Bayern zuzuschreiben sei, sondern falschen Positionen an den Finanzmärkten.

Zürich-Marathon

Ebenfalls besuchten Sabina und ich den Marathon von Zürich, natürlich nicht als Teilnehmer, sondern um ein paar Fotos zu schiessen. Ein Marathon, der wegen den Ereignissen am Boston-Lauf nur einige Tage später schnell in Vergessenheit geraten ist. 

Depperte Verschwörungstheorien

Und schon schossen wieder die verrücktesten Verschwörungstheorien in die Welt. Ich schaute mir auf youtube ein paar Minuten eines stündigen Videos an, das anhand von Videoaufzeichnungen beweisen sollte, dass die menschenverachtende amerikanische Regierung die Attentate inszeniert hätte, die Bomben gar nicht echt waren und alles nur von Komparsen gespielt gewesen sei. 

Wie wenn eine kriminelle Bande von Regierenden nicht zögern würde, ein paar eigene Leute zu opfern! Ein Kommentarschreiber führte als Beweis für einen Fake an, dass der Rucksack, in dem die Bombe platziert worden ist, nach der Explosion nirgends mehr zu sehen war. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob das wirklich zynisch gemeint war. 

In Tuchfühlung mit Marc Sway

Es gibt aber auch erfreuliche Sachen im Leben eines bald 51-jährigen. Zum Beispiel die Party eines besten Freundes, der gerade mal das halbe Jahrhundert feierte. Am letzten Tag des Monats April Geburtstag zu haben, ist ein Geschenk von liebenden Eltern, schliesslich haben die meisten Gäste am nächsten Tag frei. 

So stieg in Stäfa, in einer wunderschönen Location, eine grandiose Feier, die erst tief im nächsten Monat ihr Ende nahm. Ohne Ausnahme waren alle Gäste gut gelaunt und der überraschende Auftritt von Marc Sway und Band übertraf wohl alle Erwartungen. Mit Charme und Witz und seiner unnachahmlichen Stimme heizte er mit seinen Musikern uns Party-Süchtigen ordentlich ein. Es hätte mich nicht gewundert, wenn die weiblichen und nicht mehr ganz so jungen Groupies reihenweise in Ohnmacht gefallen wären. 

Besser, als mit solch einer Party, kann ein April nicht enden und wenn der Mai so weitermacht, wie in seinen ersten Stunden, dann steht uns wohl ein Wonnemonat bevor.


Offene Türen des Letzigrunds
3. April 2013

Wie in alten Zeiten, man könnte meinen, Fritz Künzli rast bald auf's Feld.

Spezielle Konstruktion der Decke.

Die elegante und schlanke Dachkonstruktion ist mir bis jetzt nie aufgefallen.

Es ist ein eigenartiges Gefühl ganz alleine in einem Stadion zu stehen.

Offene Türen unter der Woche.

On Letzigrund.


Zürich-Marathon
7. April 2013

Hektik beim Getränketisch.

Wir sind in Feldmeilen. Einige haben auf dem Rückweg noch einen leichten Schritt.

Noch Kraft für ein Lächeln.

Mit Wasser sparten die Läufer nicht.

In der Gruppe läuft es sich leichter, sagt man.

Ob diese Flasche im Abfallbehälter landet?

Viele wirken schon in sich gekehrt.

Keine Kraft mehr für ein Lächeln.

Wette verloren?

Viele strahlten nach über 20 Kilometer nicht mehr die Eleganz einer Ballerina aus.

Aus dem letzten Loch.

Nicht wenige beissen sich mehr schlecht als recht durch.

Sie scheint noch fit zu sein.

Trotz kühlem Wetter scheint er zu überhitzen.

Die meisten kämpfen mit sich, geben aber (noch) nicht auf.

Vor so viel Wille kann ich nur noch den Hut ziehen.


Kraniche im Kaltbrunner Riet
13. April 2013

Volltreffer. Kraniche sehen immer ein bisschen schreckhaft aus, wenn sie sich in die Luft erheben.

Morgens um 6 Uhr im Kaltbrunner Ried. Sabina hat uns in Männedorf bei der Abfahrt wohl das Leben gerettet. Ich sah eine rasant kommenden Wagen schlichtweg nicht. Ohne ihr "Stopp" wäre ich angefahren und vom rechts kommenden Auto garantiert voll gerammt worden. Danke Sabina.

Es waren nasse Tage im April.

Bevor wir die Kraniche sahen, zeigten Silberreiher eine Flugshow.

Die Kraniche starteten auf einer Linie.

Ich nehme an, die Eingliederung findet nach hierarchischen Gesichtspunkten statt.

Auf dem Benkener Berg hat man eine schöne Sicht auf die Linth-Ebene.

Bei einem Bauernhof auf dem Berg stiessen wir auf 3 Wochen alte Ziegen.

Wie Quecksilber.

Tarnung?

Unglaublich wie schnell die waren.
ich würde mich von der Kuh fernhalten
Der Kuh missfiel das quirlige Treiben sichtlich.


Grauenhaftes Wetter am Zürichsee
rund um den 20. April 2013

Blickrichtung Wädenswil und Glarner Alpen.

Oberhalb Meilen sah man fast nichts mehr.

Nebel und Schnee im Wald. Glätte auf den Strassen. Und das im April.

Trotz miesem Wetter waren Hundehalter natürlich unterwegs. Ein Hund hat den Vorteil, dass man bei jedem Wetter raus muss.

Die Kurven der Bergstrasse oberhalb von Stäfa laden zum Rasen ein.

Diese beiden Tanks mit ihrem hellblauen Inhalt wollte ich schon lange einmal fotografieren, die Stromkabel der Eisenbahn ungefähr zwei Meter von der Kamera entfernt, lassen aber kein entspanntes Shooting zu. Was in den Tanks wohl gebrüht hat? 2026 existiert die Fabrik nicht mehr. Die neue Verwendung des Grundstückes am See ist noch in Planung.

Nach all den regnerischen Tagen gab es wieder einmal einen schönen Sonnenuntergang hinter dem Uetliberg.

Die gerettete Maus (Mauis) hat sich bei uns erholt und fühlt sich sichtlich wohl.

Was alles am Strassenrand hängt.

so long guys

16. April 2013

Sechseläuten 2013

Der Böögg lebt nicht mehr lange.

Sechseläuten 2013
15. April 2013

2026 in Überarbeitung

Zum downloaden hier auf den Link Sechseläuten klicken. Copyright auf den Bildern bei kommerziellem Gebrauch oder Veröffentlichung. Herzlichen Dank an alle Zeufter und Nichtzeufter, die mir die Teilnahme ermöglicht und mich mit Tat und Rat unterstützten, namentlich an Rolf Studer, Reiterchef des ZZZ bis 2011, der mir zu einem wunderbaren Platz beim Umritt verholfen hat und an Dr. Andreas Weidmann, PR-Chef des Sechseläuten, von WEIDMANNPARTNER AG.

Als ich im 2026 den Post überarbeitete, musste ich nach dem Lesen des obigen Textes nachher meine Hände waschen. Das trieft ja vor Nettigkeit. Damals dachte ich wohl, dass ich mit solchen Phrasen Aufträge erhalten würde. 2026 weiss ich: Ist nie geschehen. Aber immerhin bekam ich auch vom neuen Medienverantwortlichen den Bändel, der für den Eintritt in den Innring am Sechseläutenplatz nötig ist. Und letztes Jahr (2025) wurde ich von ihm sogar gefragt, warum ich das Sechseläuten nicht mehr fotografiere.

Viel Spass beim Betrachten der Bilder, angeführt von Jürg C. Scherz, Präsident des Zentralkomitees der Zürcher Zünfte!


Umzug der Zünfte
vor 15 Uhr

Jürg C. Scherz, Präsident des Zentralkomitees der Zürcher Zünfte.






























Umzug der Zünfte
nach 15 Uhr












































































































Der Umzug von oben
vor 18 Uhr














Am Limmatquai
vor 18 Uhr



































































Innring und Umritt
18 Uhr




















































































Stefanie Meyer, leider habe ich sie nur noch im 2015 in der Reitergruppe gesehen.












Dem Bögg geht es an den Kragen
nach 18 Uhr





















Von oben herab. Ist eben ein elitäres Fest.


Abzug der Zeufter
nach 18.39 Uhr





















Der Pierin Vinzenz wirkte schon 2013 etwas angeschlagen. Dabei war er in diesem Jahr noch DER Spitzenbanker der Schweiz. Wahrscheinlich ist selten ein hoch angesehener Wirtschaftsführer der Schweiz derart tief gefallen, wie der hochgelobte Herr Vinzenz. Immerhin hat die Raiffeisen keinen Schaden davongetragen. Aber in ein paar Cabaret-Clubs werden die Umsätze eingebrochen sein.



























St. Gallerns Sechseläuten Geschenk (?). Soso, sieht mir aber gar nicht danach aus.













Der Auszug
nach 21 Uhr

Nach dem Umritt treffen sich die Zeufter in ihren Zunftstuben oder, wenn das Zunftlokal zu weit entfernt ist, in einem Restaurant. Dort stärkt man sich mit Speis und Trank und ab dann heisst es: "Geschlossene Gesellschaft". Ich durfte mit den Hönggern auf den Auszug. Mein Vater war Höngger und (gemäss Überlieferung) ein begnadeter Zunftredner. Mein ältester Bruder ist aktiver Zeufter und ermöglichte mir die Teilnahme am Auszug.

Nach der Stärkung besucht ein grössere Gruppe eine andere Zunft. Das nennt man den "Auszug". Die bleibenden Zeufter (Stubenhocker) begrüssen ihrerseits eine Gastzunft. Dann werden Reden geschwungen, mit viel Witz und vielen Seitenhieben. Auch von den Ehrengästen werden ein paar Worte erwartet, die vor allem bei Politikern manchmal ins uferlose gehen würden.  Es soll legendäre Referate geben, die jedem Zuhörer ein Leben lang bleiben. Im Internet habe ich aber keine gefunden.

Die Laterne der Zunft Höngg.

Es ist vielfach ein Warten bis es weitergeht. Nun, gut Ding will Weile haben.

Wohl eher ein spontanes Konzert vor dem Hotel Schweizerhof am HB Zürich.

Der Zürcher Politiker Mario Fehr, ein manchmal arrogant auftretender Typ. Hier im Gespräch mit meinem Bruder, den er verbal geschickt, aber überheblich in die Schranken wies.

Ich wusste gar nicht, dass unsere Familie eine eigene Zunftlaterne mit dem Familienwappen besitzt, die mein Bruder durch die Menge trägt. 

In den Zunftstuben herrscht vielfach ein Gedränge wie zu Stosszeiten in New York.

Die Tramführer müssen in dieser Nacht besonders vorsichtig fahren.

Mit der Zunft Hönng auf Zunft-Besuch. Ich erwischte leider keine legendäre Reden. 2026 habe ich von den Reden gar nichts mehr in Erinnerung. Das einzig markante war die Frisur von Andreas Thiel.

Ein bisschen Schutz schadet nie.

Da es mehrere Zunfthäuser im Niederdorf gibt, läuft man immer wieder in andere Zünfte hinein.

Trommelwirbel mitten im altehrwürdigen Teil der Stadt Zürich.

Fremde Zeufter streifen durch's Niederdorf.

Im Niederdorf ist es sehr dunkel. Da musste ich die Zunftgesellen leider mit Blitz erhellen. Trotzdem sage ich jetzt "Gute Nacht".


Gaudium populi
nach 23 Uhr

Bei warmen Temperaturen feiern die Leute vor den unzähligen Bars im Niederdorf, in dem sich auch mehrere Zunftlokale befinden. Wie die Zimmerleuten, Saffran, Schneidern und so weiter.

Viele grillieren ihre Würste auf den Glutnestern, die sie selber gemacht haben. Auch um Mitternacht ist die Glut des Holzstosses unerträglich heiss.

Die Leute feiern bis spät in die Nacht hinein.

Wie überall, was man nicht sieht, gibt es nicht. 2026 ist es nicht besser geworden.

Manch einer wird die letzte Erinnerung an den Abend so im Gedächtnis haben.😏

so long guys