1. März 2021

Ein wunderbarer Februar voller Vögel und Fische im Limmattal.


Manchmal staunt man nur noch!

Zum Glück ist Fotografieren eine Leidenschaft von mir. Was würde ich sonst anstellen, wenn die ganze Welt in eine Schockstarre verfällt und die ganzen Pandemie-Massnahmen immer weniger nachvollziehbar sind? Die Natur ist unbarmherzig. Wunderschön, aber unbarmherzig, was ein grosser Teil unserer Gesellschaft nicht (mehr?) wahrhaben will. Die brutale Schönheit unserer Welt durften Nadja, Ronny und ich am 26. Februar auf Zelluloid bannen. Die Bilder am Schluss dieses Blogs sind nichts für zarte Gemüter, besonders nicht, wenn man Fische liebt. Und ich meine nicht die Liebhaber von Fischen, die man gegrillt, gebraten oder roh serviert bekommt. Ob Kormoran oder Mensch, für den Fisch ist der Unterschied eher klein...


Dietikon, Limmattal
Februar / März 2021


Die Limmat ist ein Vogelparadies, inmitten einer dicht besiedelten Gegend, die uns die Gegensätze der von Menschen geschaffenen Umgebung und der Natur vor Augen haltet.

In diesem Paradies tummeln sich Möwen, Reiherenten, Kormorane, Schwäne, Enten, Gänsesäger und so viele mehr. Wie dieser Jährling, von der frühen Morgensonne beschienen, während der Rest noch im Dunkeln liegt.

Natürlich gibt es Streit unter Vögeln. Aber eigentlich fast nur unter seinesgleichen. Die verschiedenen Arten vertragen sich erstaunlich gut. Auch wenn der Gänsesäger keine Rücksicht auf Möwen nimmt... wenn man von Mimik bei Vögeln sprechen kann, dann interpretiere ich die Gedanken der Möwen in: Was für ein Arschl... 

Der Erpel der Gänsesäger, ein Fischliebhaber, der aber an der Nötzliwiese auch gerne Brot entgegennimmt: Wer Brotfütterung kritisch sieht, soll sich bitte diese Seite zu Gemüte nehmen:
Schwanenschutz-Komitee da wird mit Halbwahrheiten, Küchenwissen und auch falschen (gut gemeinten) Ansichten aufgeräumt.

Die Reiherenten bleiben gerne unter sich, Muschel und Schneckenliebhaber.

  
An wen erinnert mich der Enterich bloss?

Kein Wunder wird er nicht von allen geduldet! (Im 2021 lachte ich noch! 2026 ist es zum Heulen.)

Während etliche Vogelarten das ganze Leben monogam sind, leben Stockenten meisten nur eine Saison mit dem gleichen Partner.

Ich liebe Low-Key-Fotografie im Tierreich.

Low-Key bei einer Möwe im Flug.

Es gibt aber auch noch andere Fotografie-Techniken, wie "Motion-blur".

Low-Key mit Limmat-Schwan.

Wassertropfen-Fotografie: Die Limmat sieht man verkehrt herum im Wassertropfen.

Eine Aehre in der Morgensonne.

Der Stockenten-Erpel im Morgenlicht.

Der Ast der Kormorane im Abendlicht.

Ein grosser Kormoran im Prachtkleid (weisse Federn an der Kopfpartie und er schimmert dann auch bläulich und grünlich).

Mäusebussard mit Kopierstempel.


Nebel und Fische
Februar 2021

Jogger im Morgennebel an der Limmat.

Sabina als Lichtgestalt.

Profane Waldwege werden zum Märchenwald.

Die Drossel baut noch vor dem Frühstück am Nest!

Der Hecht ist wieder im Revier.

"Ich bin eigentlich ein Wal!" Auch die Alet zeigen sich vermehrt im seichten Wasser.

Ein Alet kurz vor dem Landgang.

Miguel posiert mit der wunderschönen Alet.

Er entliess ihn wieder in die Freiheit. Das Fleisch der Alet ist zwar wunderbar aber mit viel Gräten durchsetzt.

Auch der Eisvogel ist im Revier am Fischen.

Ganz langsam kommt der Frühling, im windgeschützten Laub raschelt es fast unter jedem Blatt, die Eidechsen bereiten sich auf ein neues Jahr vor. Diese kleinen Warane werden bis zu 10 Jahre alt.

Nicht alle überleben den Winter (evtl. ein Sperber).

Dieser Hecht stand tags zuvor noch stolz im Wasser. Jetzt im nassen Grab.

Die Teichralle hält sich mit den nicht mehr giftigen Beeren des Schneeballs über Wasser, mit seinen grossen Krallen sah es ganz schön gewagt aus.

Das Rotkehlchen schaut mich etwas missmutig an, wohl ob des leisen "pieps" meiner Fotokamera: So ein grosser Vogel und so ein leises "pieps"!

Der Gänsesäger-Erpel auf Augenhöhe.

Die Stockenten zeigen sich im nahenden Frühling flugbegeistert.

Ein Kormoran im Prachtkleid und ein Jährling (weisse Brust).

Immer wieder faszinierend. Hoch in den Baumwipfeln treffen sich am Morgen die Raben und besprechen wohl ihren Tagesplan. Dann fliegen sie in kleinen Gruppen in verschiedene Richtungen.

Die blaue Stunde.

Am 5. Februar ahnte noch niemand den Saharastaub.

Die Meise in der morgendlichen Sonne.

Der Kormoran schaut sich die Unterwasserszenerie genau an.


Saharastaub in Dietikon
6. Februar 2021

Am 6. Februar war das ganze Limmattal in gelbes Licht getaucht, über Nacht hatten sich Sahara-Staubwolken über die Schweiz gelegt.

Sogar der Schwan traute seinen Augen nicht.

Die Apokalypse naht!

Im Februar zeigte DietikON Lichtkunst.

Diese Lichtkunst bleibt das ganze Jahr.

Auch Lichtkunst, ein Wohnhaus am Limmatweg.

Wohl beim Kühlen abgetrieben.

Das ist nicht OKAY!

Unglaublich was man alles in der Limmat sieht, da ist ein Fussball noch das kleinste Uebel. Fahrräder, Petflaschen, Bierbüchsen, Plastik aller Art! Und in einem kleinen Wäldchen sollen Filmdrehs stattfinden. Die lassen dann Dildos, Peitschen, Mieder und was sonst noch einfach liegen. Mensch, reiss Dich am Riemen!


Der Kormoran und die Schleie
26. Februar 2021

Grausig geht es manchmal im Tierreich zu. Meine Foto-Freunde Nadja Perola , Ronny Degiacomi und ich wurden Zeugen einer brutalen Szenerie. Ein Kormoran zog eine Schleie auf seinen Baumstamm... 

Eigentlich schon ungewöhnlich, da sie die kleinen Fische schon unter Wasser schlucken und die grossen beim Auftauchen in die richtige Position rücken, dass der Kormoran aber auch noch mit dem Oberschnabel im Auge der Schleie steckte, deutet auf eine seltsame Fangmethode. Jemand meinte: Das ist mal ein Eyecatcher!

Er hatte ihn doch schon fast, diese seltsame Halsstellung liess aber nichts Gutes erahnen.

Tatsächlich entglitt ihm der Fisch. Wir sahen noch, wie er hinter der Schleie her tauchte, die mit 12 km/h ein langsamer Fisch ist, entkräftet gab er aber schliesslich auf.

Dann trocknete er seine Federn. Auch wenn er als Jährling mit wenig Erfahrung wohl entschuldigt ist. Das war wirklich eine kopflose Aktion!

Die Drohne und Sabina
14. Februar 2021

Sabina mit der neuen Drohne. Bis ins 2026 hat sie sie aber wenig genutzt. Schade.


Sabina nutzt die Drohne.

Good bye! Auch der letzte Jungschwan der Nötzliwiese wurde von den Eltern vertrieben. Irgendwann muss jeder ausziehen!

Schöne Wintermonate im Limmattal.

Wer noch nicht genug hat:


so long guys