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21. Juni 2026

"Halt Dich da raus, Opa!" In Dalmatien auf den Boden der Tatsachen geholt.

Vidikovac Kamenjak. Was für ein Anblick auf den Vransko Jezero, den grössten Süsswassersee Kroatiens, das Festland mit der legendären Küstenstrasse Jadranska Magistrala in der Mitte und die Adria mit den Kornaten, den Inseln aus Sternen, Tränen und Atem!

Wieder in Dalmatien
29. Mai 2026 - 16. Juni 2026

In Bearbeitung Juni 2026

Nachdem wir letztes Jahr dermassen begeistert von unseren Kroatienferien heimkehrten, wiederholten wir das Ganze, wenn auch mit einem etwas schlechten Gewissen, da es doch auch andere schöne Orte in Europa gibt. Aber einmal mehr empfanden wir Dalmatien als eine der schönsten Regionen, die wir je gesehen haben. Dieses Jahr kam noch die vielfältige Tierwelt dazu, die wir bei vergangenen Besuchen vernachlässigt haben.

Fahrt mit dem Auto

Wahrscheinlich haben wir das letzte Mal die Fahrt mit unserem Auto absolviert. Täglich gehen Flüge von Zürich nach Split und auch nach Prevalje könnten wir die Reise mit dem Flugzeug verkürzen. Die Mieten für ein Auto sind in Slowenien und Kroatien tief. Je nach Saison kommt man mit 20 Euro pro Tag aus. 

Man sollte beim Datum der Reise auf die Feiertage und Feriendaten in Deutschland, Österreich und Kroatien achten. Es gibt viele neuralgische Punkte, die an verkehrsreichen Tagen zu fürchterlichen Staus führen können. Wie 2025 an Pfingsten, als es bei Salzburg auf der Tauernautobahn zu einem 45 Kilometer langen Stau kam. 

Dieses Jahr war es für die Heimkehrer im Juni nach einem kroatischen Feiertag in Zagreb grauenhaft. Der Verkehrsrechner gab für eine 54 Kilometer Strecke vor Zagreb Richtung Norden eine Reisezeit von 5 Stunden an! Dies an einem Sonntag. In der Regel hat es von Montag bis Donnerstag am wenigsten Verkehr. Aber vielleicht gehörst Du zu denen, die keine Staus fürchten. Es soll sogar Leute geben, die extra in einen Stau fahren. Na, der Mensch ist wahrlich unterschiedlich zusammengesetzt.

Landschaft

Wir fühlen uns an der Küste von Split bis zur Insel Pag im Norden äusserst wohl. Vorgelagert sind unzählige Inseln, 150 bilden die Kornaten, 89 davon sind seit 1980 in einem strikt geschützten Nationalpark eingebettet. Für ganz Kroatien zählt man 1244 Eilande, davon nur 67 dauerhaft bewohnt. Die sanft geschwungenen Inseln in dieser Karstlandschaft sind für das Auge wohltuend und wirken beruhigend, jedenfalls auf uns. Mächtige, küstennahe Gebirgszüge wie der Velebit geben der Landschaft einen dramatischen Anstrich. 

Von Split aus gehen die Fähren nach Hvar, der wohl beliebtesten kroatischen Insel und Italien. Auch andere Destinationen werden bedient und Kreuzfahrtschiffe legen im beliebten Hafen mit seiner grandiosen Altstadt an. 

Diese Inselwelt in Dalmatien gilt als Segel- und Tauchparadies. Viele einsame und geschützte Buchten geben den Seefahrern auch bei Sturm eine hohe Sicherheit. Denn die Bora ist ein gefürchteter, trockener Fallwind, der bis zu 2 Wochen vor allem im Winter den Menschen das Leben schwer machen kann. Nicht nur die Schifffahrt ist betroffen, es müssen zum Teil auch Strassen und Brücken gesperrt werden!

Entlang der Küste sind unzählige hochmoderne Marinas entstanden, die über beste Infrastruktur und massgeschneiderte Services verfügen. Die Preise für Liegeplätze liegen zum Teil aber im unverschämten Bereich! Yacht-Chartern steht hoch im Kurs.

Wer hohe Bäume oder regenwaldartige Flora in Meeresnähe sucht, wird in Dalmatien nicht fündig. Aber die Ebenen an der Küste sind fruchtbar. Oliven, Reben, Früchte, Gemüse und die Viehzucht geniessen einen hervorragenden Ruf. Kein Wunder sind die unzähligen Stände am Strassenrand bei vielen beliebt. Auch in den Restaurants sind knackige Salate höchst bekömmlich. 

Die Plitvicer Seen und der Nationalpark Krka bieten eine unglaublich schöne Seen- oder Flusslandschaft mit spektakulären Wasserfällen. Krka liegt praktisch vor der Haustüre. Wer allerdings seine Zeit an einem grossen Sandstrand verbringen will, wird Dalmatien enttäuscht verlassen. Die Küste ist felsig mit vielen kleinen Kieselstränden.

Viele der Küstenorte bieten eine pittoreske Altstadt mit unzähligen Verpflegungsstätten. Einwohner von Split bezeichnen ihre Stadt sogar als Schönste der Welt. Vielleicht ist das dann doch etwas übertrieben.

Unterkunft

Gross in Mode ist das Campieren in Kroatien. Wir haben wunderschöne Plätze gesehen. Allerdings war der Campground in Drage schon anfangs Juni ausgebucht! Viele Hotels haben einen hohen europäischen Standard erreicht. So war unser Hotel Riva Palace 2023 in Split ein Bijou. Allerdings sind die Preise ebenfalls in europäische Höhen gestiegen. 

Wir bevorzugen die an vielen Orten wie aus dem Boden geschossenen Bungalows oder Mobile Homes. Meistens sind sie in einer ruhigen Community gelegen und für grössere Gruppen oder Familien mit vielen Kindern nicht geeignet. Sie sind klimatisiert und praktisch eingerichtet. Im Buqez Resort bei Drage waren wir schon letztes Jahr fündig geworden. Die anderen Mieter wechselten erstaunlicherweise im 2- oder 3-Tagestakt. Wir blieben 2 Wochen.

Hunde sollte man in diesem Resort mögen. Eine zeitlang waren wir die einzigen ohne Vierbeiner. Gut lieben wir Hunde. Bei den Haltern hält sich unsere Liebe aber in Grenzen. Auch in dieser kleinen Siedlung gerieten sie manchmal aneinander. Zuerst die Tiere und dann die Besitzer. Seine Hunde seien falsch erzogene Psychopaten, meinte einer zum Nachbarn. Gut waren diese Tschechen und verstanden kein Wort Deutsch. Wobei ich nichts gegen eine schöne Nachbarschaftsprügelei gehabt hätte.

Verpflegung und Kontakt zu Einheimischen

Im Vergleich zu früher hat sich die Gastronomie bestens entwickelt. Wir haben nur in einem Restaurant nicht gut gegessen, alle anderen waren hervorragend. Man sieht auch keine Plastikstühle und Neonröhren mehr. Die Einrichtungen der Gaststätten sind innovativ und modern und alt werden gerne gemischt. Die Preise für das Essen sind im 2026 noch angenehm. 30 - 35 Euro zahlt man für ein Rindsfilet mit Beilagen. Über 100 Euro (ohne Wein) haben wir zu zweit nie bezahlt. Trinkgeld wird gern gesehen, aber ohne Zwang. Auch im Hotel freuen sich die Putzequipen über eine tägliche Gabe (2-5 Euro).

Wer selber kochen möchte, findet alle gängigen Artikel in den Supermärkten wie Konzum, Lidl, Plodine, Kaufland und Spar, in denen man meistens auch Fleisch und Fisch kaufen kann. Allerdings würde ich mich mit solchen Produkten bei lokalen Metzgereien und Märkten eindecken. Die Strassenstände bieten knackige Salate, feines Gemüse, saftige Früchte, Knoblauch und Olivenöl in Hülle und Fülle. 

Gefallen habe ich vor allem an den Bäckereien gefunden. In Murter haben wir gleich 5 im Dorf gezählt! Weissbrot vom Feinsten und alle erdenklichen Süssigkeiten. Da sind auch die Verkäuferinnen nett. Die aufgestellte Dame am Strassenstand in Drage steckte an unserem letzten Tag klammheimlich eine süsse Schnecke in den Sack. Vielen Dank!

Schwer zu sagen, welchen Supermarkt man bevorzugen sollte, da die Filialen unterschiedlich geführt werden. So wirkt der Plodine in Pakostane schmutzig, ungeordnet und eng, hingegen ist der Plodine in Biograd sauber und wohl geordnet. Nur die MitarbeiterInnen sind in beiden Filialen mehr mit sich beschäftigt und nehmen den Kunden als mühsame Begleiterscheinung wahr. Im Intersport deckten wir uns mit Schuhen und Kleidung ein. Auch hier fühlte ich mich nicht willkommen. Ich nehme an, das hängt mit langen Arbeitszeiten und tiefen Löhnen zusammen. 

Ein Google-Rezensent meint: "Ich bevorzuge den Plodine in Pakostane. Denn dort arbeitet eine kleine, sexy Verkäuferin mit drallen Titten. Da nehme ich die engen Gänge gerne in Kauf." So hat jeder seine Vorlieben und Ansichten.😏

In den Restaurants sind die Kellner (es gibt fast keine Kellnerinnen) und Inhaber aufgestellt, humorvoll und auskunftsfreudig. Wer aber asiatische Unterwürfigkeit erwartet, zieht enttäuscht von dannen. In Kroatien begegnet man sich auf Augenhöhe. Trotzdem wird Gastfreundschaft gross geschrieben. So mancher Sliwowitz wird dem Kunden mit der Rechnung gratis eingeschenkt. 

Da ich kein Kroatisch verstehe, kann ich wenig über die Leute sagen. Die meisten sprechen zwar Deutsch oder Englisch, aber die Diskussionen halten sich selbstredend in Grenzen. Wenn Sabina Kroatisch spricht, ist mir schon aufgefallen, dass der Umgang mit uns ein kleines bisschen herzlicher wurde. Das ist wohl in allen Tourismus-Destinationen so. Ich bin ja ein Verfechter, dass man nur in Länder reisen sollte, deren Sprache man auch versteht. So handle ich in Kroatien bald Jahr für Jahr entgegen meinen Grundsätzen.😇

Von Vögeln und Fischen

Gleich hinter dem Hügel von Drage liegt der Vransko Jezero, der grösste Süsswassersee von Kroatien. Er ist 14 Kilometer lang und 3 in der Breite. Seine tiefste Stelle misst nur 5 Meter! Der ganze See und sein Ufer bilden ein Naturschutzgebiet und gelten als Vogelparadies von europäischer Bedeutung. Bei Pakostane haben Ornithologen einen Holzsteg mit einem Info-Center gebaut. 

Wir waren schon einige Male über den Steg gelaufen und haben nur in der Ferne ein paar Wasservögel ausmachen können. Dies sollte sich am 11. Juni ändern. Stundenlang fütterten erwachsene Rauchschwalben ihre Brut direkt vor den Augen der Besucher. Gewaltig eindrücklich, vor allem wie schnell die Libellen den Jungen in den Mund gedrückt werden. Mit dem Auge kann man es kaum wahrnehmen. 

Da ich längere Zeit blieb, erkannte ich auch eine soziale Ordnung. Die Jungen müssen ab und zu aufsteigen und Flugübungen absolvieren. Dabei sieht man gewaltige Unterschiede zu den Erwachsenen. Im heftigen Wind wirkten sie unbeholfen und vorsichtig. Erst nach den Flugminuten werden sie dann wieder gefüttert. Ebenfalls achten die Alten auf das gerechte Verteilen der Beute. Hier kriegt der grösste Schreihals genau so viel, wie der sittsame Flugschüler. 

Sabina schnappte sich einen Vogelführer des Parks (ein Buch natürlich). Eine unglaubliche Artenvielfalt herrscht in diesem Gebiet. Und zu meiner Freude waren auch Bienenfresser aufgeführt, die von Mai bis September in Europa brüten und dann wieder nach Afrika zurückkehren. Ich habe noch nie einen mit eigenen Augen gesehen. 

So schön sie auch sind, sie sind noch viel scheuer. Auf den Feldern von Biograd haben wir einige erkennen können. Sie fliegen sofort davon, wenn sie einen Menschen wahrnehmen. Ich konnte mich kaum einmal auf 100 Meter nähern. Ihre Brutstätten suchten wir nicht, da wir sie nicht stören wollten. Und es gibt genug gewaltig schöne Aufnahmen von anderen Fotografen. Die Bee-Eater in Natura zu sehen, hat uns genug gegeben.

Da ich letztes Jahr mit der Tauchbrille eine Vielzahl von Fischen im Wasser am Strand des Ressorts gesehen habe, wollte ich diese auch mal fotografieren. Ein paar gute Fotos sind mir gelungen, auch wenn die Kodak Pixpro für 150 Euro nicht gerade ein Profigerät ist und man auf dem Display unter Wasser nicht erkennen kann.

Das definitive Ende meiner Jugend, definitiv...

Sabina und ich badeten fast jeden Tag im frischen Wasser der Adria und sonnten uns am ressorteigenen Kieselstrand vor unserer Haustüre. Nach einem längeren Schnorchelgang setzte ich mich auf den Gehsteig, der entlang des Strandes führt. 

Plötzlich tauchten neben mir zwei 8- oder 10-Jährige auf. Der eine versteckte seinen Frisbee-Ring unter den Kieseln. Des langen und breiten erklärte er seiner Begleitung auf Deutsch von den Vorzügen des Versteckes. Seine Art erinnerte mich an einen Ausdruck von Michael Mittermeier für unsympathische Kinder. 

Ich konnte meinen Mund nicht halten und meinte zu ihm: "ICH habe aber gesehen, wo Du ihn versteckt hast." Er würdigte mich kaum eines Blickes, meinte aber lapidar: "Halt Dich da raus, Opa!"

OPA? Ich? Ich, der im Herzen noch immer dreissig ist? Ich, der noch jede Dreissigjährige kriegen könnte? Ich, der niemals alt aussehen wird? Der meinte mich? Holy cow!

Aber der Flegel hatte nicht mit meiner Schnelligkeit gerechnet. Ich packte das AK an den Knöcheln, schleifte ihn über die scharfen Kieselsteine und warf ihn in hohem Bogen in die tiefblaue Adria. 💪

Das habe ich natürlich nicht gemacht. Trotzdem taucht dieser Wunsch in meinen Gedanken auch ein paar Wochen später noch ab und zu auf. Opa! Mein Gott, halt die Fresse, Bürschchen! 😇

Nun gut, so bin ich auf den Boden der Tatsachen geholt worden und verliess Dalmatien als Opa. Lauf der Welt. Nur das Lächeln, das Sabina seit diesem Vorfall im Gesicht trägt, weiss ich nicht so richtig zu deuten. 😏


Route und Prevalje, Slowenien
29. Mai 2026 - 1. Juni 2026

Dietikon - Prevalje (SLO) - Drage (HR) - Prevalje (SLO) - Dietikon. 2492 Kilometer hin und zurück mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90.10 km/h. Wir sind immer am Tag gefahren. Mit dem Verkehrsaufkommen in der heutigen Zeit scheint mir dies eine kaum zu überbietende Durchschnittsgeschwindigkeit zu sein. Nur durch München mussten wir im Schritttempo fahren. Eine lange Fahrt, aber bis auf Bregenz - München recht abwechslungsreich. Trotzdem: Wieder einmal haben wir uns geschworen, dass es die letzte Fahrt mit dem Auto sein soll. Mal sehen.😏

In Prevalje legten wir eine 2-tägige Pause ein und luden unsere Verwandten zum Essen ein, assen verdammt gute Forellen und Doraden und stärkten uns für die Weiterfahrt nach Drage an der Adria. Der neu eröffnete "Centralpark" von Prevalje ist schön geworden, muss aber früh schliessen, da sich nachts nicht alle an die Regeln halten. Modern times. Und ja, früher war es auch nicht besser.😏


Drage und Umgebung
1. Juni 2026 - 15. Juni 2026

Wir blicken auf die fruchtbare Ebene von Vrana mit dem Vranersee in der Bildmitte und in Richtung Pakostane. Blau und schmal glänzt die Adria und im Hintergrund die Inselketten der Kornaten.

Wir blicken Richtung Biograd und auf die riesigen Felder, auf denen Olivenbäume, Reben-, Früchte- und Gemüsekulturen für das Wohl der Menschen sorgen. In dieser Ebene kann man auch viele Bienenfresser beobachten, deren Name einige Imker verführt, sie zu dezimieren. Dabei fressen sie alle Arten von Insekten. Vielleicht sollte man den Namen ändern, schliesslich wurde der Fischreiher wegen seiner schlechten Reputation in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Tierschützern auch in Graureiher umgetauft. Manchmal sehen auch Experten nicht über den Tellerrand hinaus. 🙈

Szenenwechsel: Blick über einen Teil der Buqez Anlage in Drage. Die Drohne schwebt über unserem Bungalow. Gut zu sehen der "Opa-Kieselstrand". Drohnenaufnahmen sind unter strengen Auflagen in Kroatien erlaubt. Man muss aber jeden Flug vorher registrieren lassen. Was wir als gesetzestreue Schweizer selbstverständlich getan haben. 

Unsere Villa. Da lässt sich nicht nur Ferien machen, da könnten wir leben! Dieses Mobile Home liegt 30 Meter vom Kieselstrand des Ressorts entfernt.

Wenn man am Morgentisch sitzt und Besuch von dieser wunderschönen Blauschwarzen Holzbiene kriegt, fängt der Tag noch etwas schöner als sonst an. Sie ist etwas grösser als eine Hummel und völlig friedlich. 3 Exemplare besuchten uns ab und zu auf der Terrasse unseres Bungalows.

Sie sind harte Arbeiter, die für ihren Nachwuchs Löcher in totes Holz nagen. Die Biene ist eine Herausforderung für eine Kamera. Sie ist fast nicht zu fokussieren. Von über 100 Versuchen wurden gerade mal zwei Fotos scharf.

Viele Vögel beleben den Aleppo-Kiefernwald neben unserem Bungalow. Ein Buchfink trällert sein Liebeslied am späten Abend, wohl auf eine schöne nächtliche Begleitung hoffend.

Wo Vögel sind, sind vielfach auch Katzen. Da wir eine zeitlang die einzigen Bungalow-Bewohner ohne Hund waren, schlief sie auf unserer Sonnenliege. 

Nachdem sie von uns etwas zum Essen erhielt, brachte sie am nächsten Tag eine Verwandte mit.


An der Beach

Unser Lieblingsplatz unter den Aleppo-Kiefern am Strand des Resorts. Keine 40 Meter von unserer Villa entfernt. So lässt sich leben, nicht?

Der Kieselstrand ist nie stark besucht. Für ruhige Ferien traumhaft. Das mit Quöllfrisch-Hüten... die haben wir nicht wirklich getragen...😏

Eine Riesengrundel beäugt mich mit Vorsicht. Die meisten Badenden an diesem Strand wissen wohl kaum, wie viele Fische unter ihren Füssen leben. Die Grundel ist ein Allesfresser und relativ scheu. Sie wird bis zu 27 cm lang.

Ein Schriftbarsch. Ein spezieller Raubfisch. Er ist ein echter Zwitter und kann sich bei fehlendem Partner selber befruchten. Er ist ein Einzelgänger und ziemlich aggressiv. Sein Name wurde ihm gegeben, da seine Kopfzeichnung an arabische Schriftzeichen erinnert.

Kaum ein Schwimmer ist sich bewusst, wie viele Fische sich unter ihm tummeln. Riesenschwärme von jungen Fischen, wahrscheinlich Meeräschen, sind den ganzen Tag in der Nähe des Strandes. Da sie keine Windeln tragen, frage ich mich jetzt, wie sauber das Wasser da eigentlich ist.☝

Die Adria ist bekannt für ihren Fischreichtum. Das weiss diese Krähenscharbe, die eine zeitlang in nächster Nähe zu mir nach Fischen tauchte. Sie gehört zur Gattung der Kormorane, kommt aber nur in Meeres- und Küstennähe vor. Ich war mit einer Kodak Pixpro unter Wasser.

Opa macht den Nurejew. Ich muss gestehen, dass es nicht ganz einfach zu erkennen ist, dass ich in jungen Jahren ein ganz guter Turmspringer war. C'est la vie!

Blick auf einen Teil des Campgrounds "Kamp Roko", der an unser Resort anschliesst. Auch hier folgt Hund auf Hund. Es gibt noch eine ganze Reihe von diesen "Kamps" an dieser Bucht.

Die Campgrounds sind von Lavendel und mit Olivenbäumen durchzogen. 

Auch Sträucher der Mittelmeer-Brombeere wachsen in den Camps, deren Früchte als Delikatesse gelten. Das zieht auch einen Distelfalter an. Der Edelfalter kommt auf fast allen Teilen der Welt vor.

In der Nacht prangen die Sterne über der Adria. iPhone im Nachtmodus. Danke Sabina.


Vidikovac Kamenjak
8. Juni 2026

Die Fahrt auf den Vidikovac Kamenjak wurde uns im Vogelinfo-Center empfohlen. Nach 25 Kilometer durch die Felder von Vrana erreicht man auf einer Bergstrasse diesen Punkt. Man kann vorher nicht ahnen, was man zu sehen bekommt. Daher ist die Überraschung dieses Aussichtspunktes (Vidikovac) äusserst angenehm. Wir blicken auf den südlichen Teil des Vrana-Sees. Er ist 14 Kilometer lang und 3 breit. Seine tiefste Stelle misst 5 Meter, ist aber für seinen Fischreichtum bekannt. 

Blick auf die Halbinsel Murter mit der gleichnamigen Ortschaft. Die Spitze des Hügels hinter Murter wird Vidikovac Raduc genannt, auf dem wir einige Tage später stehen würden, was wir an diesem Tag noch nicht wussten.

Das Hinterland von Pirovac. Auch hier reihen sich Felder an Felder.

Für "Likes" tun sie alles.

Tatsächlich stand der deutsche Tourist auf wackeligem Geländer. Wir blicken im Vordergrund auf den nördlichen Teil des Vrana-Sees. In der Mitte das Festland bei Drage mit der legendären Küstenstrasse "Jadranska Magistrala". In der Nacht sollte man nicht nur wegen den Wildtieren sie vorsichtig befahren.




Vidikovac Raduc, Murter
13. Juni 2026

Blick vom Vidikovac Raduc auf Murter.

Vogelparadies Vransko Jezero
11. Juni 2026

Spektakuläre Rauchschwalbenfütterung am Vraner See.

Pusteblume oder Löwenzahn. Was für ein schönes Stück Natur.


Vrana, die Stadt der Kronjuwelen
5. Juni 2026

Sabina liebt verlassene Orte. Wir stehen in der Tempelritterburg von Vrana. Der Ort war im Mittelalter äusserst wichtig und beherbergte eine zeitlang sogar die Kronjuwelen des Königs von Kroatien. Als Benediktinerkloster im 9. Jahrhundert konzipiert, wurde das Kloster im 11. Jahrhundert zur Residenz des Papstes. Die Tempelritter bauten das Kloster zur Burg aus, mussten sich aber viele Jahre später den Osmanen beugen. Noch später übernahmen die Venetier die Macht und zerstörten die Burg. Heute ist sie eine Ruine. Ganz in der Nähe steht aber das Gebäude Maskovic Han, das einem kroatischen Kriegsherrn gehören sollte. Er wurde aber von seinem Sultan hingerichtet, da er sich zu Milde gegenüber gefangen genommenen Soldaten zeigte. Mittlerweile wird in den Gemäuern ein wunderschönes Hotel mit Restaurant betrieben. Beim nächsten Besuch werden wir dort hoffentlich einmal Essen gehen.

Mich kann man mit alten Gemäuern nicht so begeistern wie Sabina. Aber wenn ein Wiedehopf die Burg als Landeplatz nutzt, kann auch ich stundenlang verweilen.

Vor allem wenn nach dem Abflug des Wiedehopfs eine Turteltaube denselben Stein nutzt. Die Turteltauben sind wunderschön, gehören aber leider zu den gefährdeten Arten. Sie ist die einzige Taube, die südlich der Sahara überwintert. Sehr selten sind sie aber auch wegen der Jagd im Mittelmeerraum geworden. Einen Grund muss es ja geben, dass fast alle Vögel in Kroatien extrem scheu sind.