730andmore

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Dieses Blog wurde im März 2010 eröffnet. Am 1. April 2010 starteten meine Frau Sabina und ich zu einer 2-jährigen Weltreise, die uns durch die USA, Karibik, Kroatien, USA, Kanada, Hawaii, Australien und Thailand führte. 730 Tage später waren wir wieder in der Schweiz sesshaft. Das Reisen wird uns nie mehr loslassen. Ebenso die Fotografie.

27. Februar 2013

Wenn man ins Schleudern kommt...

Die A3 bei Wädenswil, Zürich an einem Samstagabend im Ferbruar 2013

Als Beifahrer bin ich ungeeignet. Wenn einer mit 400 PS unter der Haube, auf schneebedecktem Terrain Vollgas geben will, das Heck ausbricht und er in heilloser Ueberforderung wie ein Bekloppter das Steuerrad mal in die eine, dann in die andere Richtung reisst, würde ich, nach dem Ueberleben des Crashs, den Betroffenen verhauen. Am 12. Februar 2013 aber, lehnte ich mich entspannt zurück und beobachtete wie mein Chauffeur Ben die Kontrolle über den Boliden zurückgewinnen wollte. Denn auf dem zugefrorenen Schottensee am Flüelapass verzeiht das weite Terrain jeden Fehler. Unser Teleinformatik - Unternehmen hatte mich zum BMW-Wintertraining eingeladen. Zusammen mit Ben, einem Mitarbeiter der Firma, durfte ich einen Nachmittag lang die verschiedenen Typen von BMW testen. Zuerst ein Schleuderkurs mit den Limousinen auf dem See und dann im Gelände mit den X- Maschinen.

nicht ganz ungefährlich, junger Mann!
 naja, wie das Wetter diese Tage so ist, im Prättigau
 zwei frierende Davoser
 schon ein heimeliges Dorf, dieses Davos (höchste Stadt Europas)
 Unser Instruktor für den See
 Ben mit der Vorfreude im Gesicht
 Paul Accola pflügt die Strasse frei!
 saumässige Sicht
 Start your engines!
 Auf dem Schottensee, ganz leicht am sliden
 ein 360, der Fahrer hat etwa die gleiche Sicht...
 in voller Fahrt, panning im Schneegestöber
 Bewegung eingefroren
 ja, die haben ganz schön was unter der Haube
 garstiges Wetter, eiskalt
 Stilstudie

Zwei Sachen sind mir aufgefallen. Erstens sind Traktions- und andere Hilfen der heutigen Generation von Autos wirklich massiv unterstützend, zweitens hat der ungeübte Möchtegern-Rallye-Fahrer eigentlich keine Ahnung vom Autofahren. Leider sehen das aber nicht wenige kaum ein. Die Tests sind auch nicht unumstritten, auf naturschutz.ch hat sich eine Gruppe gebildet, die das Treiben unterbinden möchte. Trotzdem, der Nachmittag hat mir unheimlich Spass gemacht und Ben und ich bemühten uns, die Boliden unter Kontrolle zu halten, was uns mit schelmischem Lächeln selten gelang... Auf einen perfekten 360 war ich besonders stolz, der mir aber einen Anpfiff des Instruktors einbrachte, weil ich den 5er auf der gefährlicheren Seite kreiseln liess.

und ab auf's Facebook, todsicher!
 warten auf die Freigabe der Piste
 mir gefällt's
 Ben gibt alles!
 auf meinen Wunsch...
 'nen Dreher
 Autosport pur
 blau nicht berühren..
 
 er gab uns ein paar Mal zu verstehen, dass er eine Familie ernähren müsse
 blockiertes Vorderrad?
 Heckschleudern sind wunderbar auf Schnee
 schönes Auto
 leicht verfärbt
 und ewig rufen die Tötzchen...
 BMW-Stil
 manchmal sah man wirklich fast nichts
 ein Beweis mehr, dass die Zeit fliesst
 Teilnehmer nach dem Sliden, noch leicht gestresst, aber zufrieden...



 in der Suppe von Davos
 tja, das war gar nicht planmässig...
 am steilen Hang ging's weder vor noch zurück...
 was andere zu einer Pause zwang...
 und unseren Bayern zum Handeln...
 beste Werbung für xDrive, ah, nicht?:-)
 im Gelände einfach mal die Fahrhilfe ranlassen... aber nur die Füsse weg, nicht auch noch die Hände
 so einen fuhr ich auch mal...
 Ben gefällt's
 die Truppe auf dem Heimweg
 leicht vereist...

Auf der Heimfahrt auf der A3 nach dem Walensee war die Unterlage plötzlich gefroren. Weit vor mir scherte ein Kleinwagen aus und drehte sich ein paar mal um die eigenen Achse, bis er mitten auf der Autobahn ohne Lichter zum Stehen kam. Ich schaltete die Warnanlage ein und verlangsamte das Tempo. Ein Jeepfahrer hinter mir erfasste die Situation falsch, seine Lichthupe erfasste mich ein paar Mal und er gab neben mir Vollgas. Zum Glück konnte der Verunfallte wieder starten und zog auf die rechte Fahrbahn. Das hat einen bösen Crash verhindert und mich vorsichtig relativ zeitig nach Hause fahren lassen. Man merke: Nicht nur Nobelkarossenfahrer können Vollidioten sein...!

man vergisst es gern, aber wir hatten auch 'mal Sonne
 Im Männedorfer Tobel
 der Gemeindeplatz
 heimelige Ecke in Männedorf
 dieses Haus steht allerdings in Rikon, Tösstal
 Girenbad in Winterpracht
 wenig Wintersportler im Tösstal
 der Säntis im späten Sonnenlicht
 Bahnhof Bauma, Tösstal

Das Wintertraining war ein schönes, ablenkendes Erlebnis vom tristen Arbeitsmarkt. Immer mehr Banker verlieren ihre Stelle und finden trotz bestem Beziehungsnetz und Unterstützung von Personalberatern keine neue Position. Wenn sich nicht bald etwas ändert, werden die schweren Wolken am Himmel ihre pechschwarze Fracht über dem Schweizer Finanzplatz ausleeren. Und das verspreche ich an dieser Stelle, dann werden nicht nur die verhassten Banker im Sumpf waten!

ein tristes Weekend im Unterland
 bleiernes Wasser und graue Farben
 diese Maus habe ich aus dem Sumpf gerettet
 also, wenn man mich fragt, ist das schon eine Kreuzung mit den China-Enten..
 wer Zug fährt, gehört zu den Lichtwesen...
 Bahnhof Männedorf
 so eine Schranke kann gefährlich sein...
 Lichtwesen in Fahrt Richtung Rapperswil
 Samstagabend in Männedorf
 die Säule am Bahnhof
 na, bitte nicht!
 die Wetterstation
 Platz ist da...
 Selbstportrait
 dito

Auch der Kontakt mit Geri Hispeed verlief recht unbefriedigend. Nein, Geri Hispeed ist kein Game-Promoter oder Internet-Freak. Nein, Geri ist der Liegenschaftenverwalter der reformierten Kirche Männedorf und meine Bitte, man möge die Kirchenglocken doch in der Nacht ruhen lassen, wurde mir anständig, aber höchst bestimmt abgeschlagen. Drei Kirchenglocken feiern jede Viertelstunde tagaus-nachtein, in perfekter Sichtdistanz zu unserem Schlafzimmer. Herrgott Geri, ich wollte die Kirche ja im Dorf lassen... naja, wen's interessiert der Link zu meinem Verkehr mit Geri.

dort hängt mein Feind
 ich werde mich nicht wehren, sollte in naher Zukunft ein Muezzin vom Turme rufen wollen...

Im Februar habe ich ein paar Fotokurse gegeben, welche auch mich weiter gebracht haben und der Kurs sich nun in seiner endgültigen Fassung befindet. Wer sich wirklich für's Fotografieren interessiert, wird nach der Teilnahme seine helle Freude haben. Ein bisschen Uebung muss allerdings schon sein.
Möge der Frühlingsanfang am 20. März uns schönes Wetter und eine Erholung am Arbeitsmarkt bringen.
so long guys

Kommentare:

Mystic hat gesagt…

Die Aufnahme des vorbeifahrenden Zuges beim Bahnhof Männedorf hat es mir angetan, ich finde es wunderschön-genial

Gerold Guggenbuehl hat gesagt…

Danke, Mystik