27. Februar 2013

Wenn man ins Schleudern kommt - BMW-Training auf Schnee - Mausis Geburtstag

Die A3 bei Wädenswil, Zürich an einem Samstagabend im Ferbruar 2013.


Fahrtraining mit BMW-Autos auf Schnee
12. Februar 2013

Als Beifahrer bin ich ungeeignet. Wenn einer mit 400 PS unter der Haube, auf schneebedecktem Terrain Vollgas geben will, das Heck ausbricht und er in heilloser Überforderung wie ein Bekloppter das Steuerrad mal in die eine, dann in die andere Richtung reisst, würde ich, nach dem Überleben des Crashs, den Betroffenen verhauen. 

Am 12. Februar 2013 aber, lehnte ich mich entspannt zurück und beobachtete wie mein Chauffeur Ben die Kontrolle über den Boliden zurückgewinnen wollte. Denn auf dem zugefrorenen Schottensee am Flüelapass verzeiht das weite Terrain jeden Fehler. 

Unser Teleinformatik - Unternehmen hatte mich zum BMW-Wintertraining eingeladen. Zusammen mit Ben, einem Mitarbeiter der Firma, durfte ich einen Nachmittag lang die verschiedenen Typen von BMW testen. Zuerst ein Schleuderkurs mit den Limousinen auf dem See und dann im Gelände mit den X- Maschinen.

Erkenntnisse

Zwei Sachen sind mir aufgefallen. Erstens sind Traktions- und andere Hilfen der heutigen Generation von Autos wirklich massiv unterstützend und zweitens hat der ungeübte Möchtegern-Rallye-Fahrer eigentlich keine Ahnung vom Autofahren. Leider sehen das aber nur wenige ein. 

Die BMW-Tests sind auch nicht unumstritten, auf naturschutz.ch hat sich eine Gruppe gebildet, die das Treiben unterbinden möchte. Trotzdem, der Nachmittag hat mir unheimlich Spass gemacht und Ben und ich bemühten uns, die Boliden unter Kontrolle zu halten, was uns mit schelmischem Lächeln selten gelang... Auf einen perfekten 360iger war ich besonders stolz, der mir aber einen Anpfiff des Instruktors einbrachte, weil ich den 5er auf der gefährlicheren Seite des Sees kreiseln liess.


Schlechte Zeiten für das Gros der Bankangestellten
2026 noch ongoing

Das Wintertraining war ein schönes, ablenkendes Erlebnis vom tristen Arbeitsmarkt. Immer mehr Banker verlieren ihre Stelle und finden trotz bestem Beziehungsnetz und Unterstützung von Personalberatern keine neue Position. Wenn sich nicht bald etwas ändert, werden die schweren Wolken am Himmel ihre pechschwarze Fracht über dem Schweizer Finanzplatz ausleeren. Und das verspreche ich an dieser Stelle, dann werden nicht nur die verhassten Banker im Sumpf waten!

2026 kann ich festhalten, dass der Finanzplatz Schweiz international keine grosse Rolle mehr spielt. Der Untergang der Credit Suisse war wohl der letzte Sargnagel, den es noch gebraucht hat.


Verdammtes Kirchengeläut in meiner Geburtsgemeinde Männedorf
ongoing

Der Kontakt mit Geri Hispeed verlief recht unbefriedigend. Nein, Geri Hispeed ist kein Game-Promoter oder Internet-Freak. Nein, Geri ist der Liegenschaftenverwalter der reformierten Kirche Männedorf und meine Bitte, man möge die Kirchenglocken doch in der Nacht ruhen lassen, wurde mir anständig, aber höchst bestimmt abgeschlagen. Drei Kirchenglocken feiern jede Viertelstunde tagaus-nachtein, in perfekter Sichtdistanz zu unserem Schlafzimmer. Herrgott Geri, ich wollte die Kirche ja im Dorf lassen. Wen's interessiert der Link zu meinem Verkehr mit Geri. Nun, in der Schweiz wird man von depperten Bürgern eher aus dem Dorf gejagt, bevor die Kirche diese unnötige Lärmquelle abstellen würde. 


Im Schneegestöber auf und Davos
12. Februar 2013

  Ich hoffe, er wird nie Riskmanager bei einer Firma. Die würde irgendwann an die Wand gefahren.

  Schlechtes Wetter im Prättigau.

  Zwei frierende Davoser.

Wohl eine der schöneren Ansichten von Davos. Die höchste Stadt Europas ist eine architektonische Schande. Ungemütlich bis zum geht nicht mehr. In Davos fassten wir unsere BMW xDrive Fahrzeuge.

  Unser BMW xDrive - Instruktor. Da lachte er noch.

  Vorfreude von Ben, der Mitarbeiter unserer Informatikfirma, der mich eingeladen hat.

  Es ging das Gerücht um, dass Paul Accola am Pfaden sei.

  Perfektes Wetter für ein Fahrtraining auf Schnee.

  Am See angekommen. Start your engines!

Auf dem Schottensee, 2374 Meter über Meer, nur 10 Meter unter dem Flüelapass. Leichtes Sliden gut gemacht. Ich hatte Riesenfreude auf diesem See die "Sau mal rauszulassen".

Ein 360iger, der Fahrer hat etwa die gleiche Sicht.

  Panning des rasenden BMWs.

Die haben ganz schön viel PS unter der Haube.

Ben gibt alles.

Und kann den Dreher nicht mehr verhindern.

Der Instruktor lobte mich. Ich sei der Einzige, der auch mal die Bremse beim Umfahren der blauen Pylonen gebrauche. Immer wieder fuhren die Teilnehmer die Leitkegel um und der Instruktor musste sie wieder an ihren Platz stellen. Er fluchte wie ein Rohrspatz.

Auf der Fahrt zum Hotel Flüela Hospiz. Dort gab es eine kleine Bergstrecke, die wir testen konnten.

Perfekt, um das Gelernte umzusetzen.
  
Aber nach dem guten Fahrtraining wusste einer nichts Besseres, als seinen Testwagen bergab in einem Schneehaufen festzusetzen. Rückwärts ging natürlich nichts mehr. Der Instruktor war zu Recht mit den Teilnehmern unzufrieden. Er drohte, weil einige die Autos überhaupt nicht beherrschten, sogar mit dem Abbruch der Übung. 

  Uns zwang es zu einer Pause.

 Der Depp musste tatsächlich abgeschleppt werden. War das peinlich.

 Die Truppe auf dem Heimweg. 


Fahrtraining umgesetzt
Februar 2013

Ich machte auf den schneebedeckten Strassen einen Ausflug ins Tösstal. Hier ein Haus in Rikon. 

Girenbad stand vor vielen Jahren für Skisport.
  
In der heutigen Zeit sind die Unterländer aber in den Bergen. "Sindär am Wuchenänd dobä?" eine Frage die man immer wieder in den Einkaufsläden des rechten Zürichseeufers hört. 

Der Säntis im späten Sonnenlicht dieses Februartages. 

Arschkalt! Das sieht man auch auf dem Foto vom Bahnhof Bauma um halb fünf.


Ein paar Ansichten von Männedorf
Februar 2013

Der Platz vor dem Gemeindesaal ist selten voller Schnee.

Wenn jetzt der Samichlaus aus der Türe tritt, wäre ich nicht erstaunt. Romantischer Ecken mitten in Männedorf.

Im Tobel des Männedörfler Dorfbaches herrscht an diesem Tag tiefer Winter.

Vor Kälte konnte man kaum das Handy halten.

Es gab auch viele neblige und triste Tage in diesem Winter.

Diese Maus (Mausi) habe ich so aus dem Schilf am See bei Männedorf gerettet. Sie kann bei uns ein Leben wie eine Königin führen und ist auf all unseren Reisen dabei.

2026 haben wir sie gefragt, ob sie einen Wunsch hätte. Wir haben Chatgpt mit ihrem Wunsch gefüttert. Das hat dann die künstliche Intelligenz erstellt. Mausi links im grünen Bikini.


Sonntagabend in Männedorf
24. Februar 2013

Es ist alles relativ. Einstein hatte schon Recht.

Nicht gerade viel los am Samstagabend in der romantisch beleuchteten neuen Beiz gegenüber des Bahnhofs. Männedorf ist eine Schlafstadt und die VerkäuferInnen und andere mit den Einwohnern in Kontakt stehende ArbeitnehmerInnen werden wohl vom ansässigen Spital mit Beruhigungsmitteln versorgt. Kein Wunder sind wir nach nur einem Jahr weitergezogen. 

Eine Litfasssäule. Nicht Liftfasssäule, wie ich jahrelang gemeint hatte. 1855 erfand der Berliner Drucker Ernst Litfass die runde Säule zur Plakatierung im öffentlichen Raum. 

  Bitte nicht läuten!

  Die altehrwürdige Wetterstation, die kaum je einer beachtet.


Die Kirchenglocken, meine grössten Feinde in Männdedorf
Auch 2026 noch ongoing, seit 2013 aber in Dietikon, ZH

  Bis ins Jahr 2026 hat sich nicht viel verändert.

Ich werde mich nicht wehren, sollte in naher Zukunft ein Muezzin vom Turm rufen.

so long guys

30. Januar 2013

Ricken, Raten und Männedorf

Winter in der Schweiz.

Key West versus Schwägalp
18. Januar 2013

Vor zwei Jahren fuhren wir im Januar über die Seven-Mile Bridge, verweilten in Key West, Miami Beach, in den Everglades und im Ding Darling National Wildlife Refuge. Wir fuhren über Highways and Alligator Alleys. Vor einem Jahr verbrachten wir die Zeit in Bangkok und auf Inseln mit klingenden Namen wie Ko Samui und Phuket. 

Dieses Jahr fahren wir auf den Kantonsstrassen Richtung Raten und Ricken und anstatt über die 7-Mile-Bridge über den Seedamm, wenden in Schwägalp und kurven über die Sattelegg. Immerhin lerne ich dank meinem Hobby die Schweiz etwas besser kennen. Und schöne Fotos kann man auch hier schiessen, nicht? 

Ricken, Schwägalp
12. Januar 2013

Der Weg ist das Ziel, vor dem Ricken.

Immer umdrehen, vielleicht ist hinter einem das schönere Sujet (gleicher Standort wie Foto oben).

Richtung Schwägalp und Säntismassiv.

Tief verschneit liegt der Säntis am Abend ohne Sonnenlicht. Schade.

Auf dem Heimweg in einem Tunnel der A15. Die Ventilatoren weisen bewusst eine 15 Grad Krümmung auf, gemäss Kapo Zürich. Ich dachte, die seien defekt oder losgelöst.


Fernweh
2013 - ongoing

Sollten wir eine Idee finden, wie wir uns ein Einkommen in den USA erarbeiten könnten, wir wären sofort weg. Das Fernweh schnürt mir manchmal die Kehle zu, wie unglückliches Verliebtsein. Den Traum als Fotograf Geld zu verdienen, habe ich aber mal auf die Seite gelegt. Trotzdem, für Aufträge wäre ich sofort bereit, einfach keine Hochzeiten. So ist es mit dem Reisen. Man kommt müde heim, aber wenig Zeit vergeht und dann packt einem wieder das Fernweh.

Schliesslich ist es schon schwer genug, in meinem angestammten Beruf als Personalberater Umsatz zu schreiben. So mancher Kandidat, der letztes Jahr noch eine fast sichere Stelle innehatte, ist im neuen Jahr auf Jobsuche. Coaching und Weiterentwicklungsangebote (Entwicklung würde es zwar auch tun) werden wie wild auf den Markt geworfen. Hoffentlich profitiert der eine oder andere auch davon und ist nicht nur noch etwas mehr vom Ersparten los geworden. 

Finanzplatz Schweiz auf Talfahrt
2010 - ongoing

Ja, momentan ist der Finanzplatz Schweiz weiter unter Beschuss. Schwarzgeld horten und Steuern hinterziehen werden schon lange nicht mehr als Kavaliersdelikte angesehen. Obwohl ich mir gar nicht sicher bin, ob Steuererhebungen zum Teil nicht die grösseren Verbrechen sind. Mal sehen, wie das weitergeht. 2026 ist der Schweizer Finanzplatz einer unter vielen. Der Stellenabbau ging über all die Jahre weiter. Ich habe immer davor gewarnt: "München hat auch Banken, ist aber kein Finanzplatz." Das gleiche gilt mittlerweile für Zürich. 

Zukunft westliche Welt

Nicht nur Europa wird sich stark verändern, auch die Politik der USA. Schliesslich hat der Seismologe, der mir im August 2010 in Dallas erklärt hat, dass die Vereinigten Staaten selber genügend Oel und Gas zum Exportieren unter ihrem Kontinent fördern könnten, aber lieber mal das Fremde zuerst verbrauchen, Recht bekommen. Den Medien war die Meldung, dass die USA bis 2020 Selbstversorger sein werden, nur eine Randnotiz wert. Ich bin mir sicher, dass dies auf die Politik vor allem im Nahen Osten einen gewaltigen Einfluss und bestimmt auch Auswirkungen auf Europa haben wird. Nun, Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.

2026: Trump habe ich nicht vorausgesehen. Die schwachen Kandidaten der Demokraten waren vielleicht sogar für die Demokratie die letzten Sargnägel. Wie es weitergeht, ist mir allerdings ziemlich egal. Jedenfalls ist der Traum von einem Leben in den USA so oder so vorbei.


Etwas Amerika-Feeling
12. Januar 2013

Nicht an der Route 66 sondern in Hinwil. (ISO 25600)

Für "Fast Food" in der Schweiz wohl die beste Wahl. In den USA war es Carl's Jr.

Gleich nebenan in Hinwil: Wir sind nicht die einzigen Träumer. Die Route 66 machten wir 2015. Die Bar wurde im gleichen Jahr geschlossen. Das wollten wir nicht.


Raten und Mythen
18. Januar 2013

An einem sonnigen Freitag nahm ich mir einen Frei-Tag und wollte endlich auch einmal Winterfotos schiessen. Über Feusisberg fuhr ich auf den Raten und den Gottschalkenberg. Für Spaziergänger wohl nicht nur im Winter ein Paradies. Weiter ging's an den Ägerisee, durch Morgarten (endlich habe ich diese historische Stätte auch einmal gesehen) und weiter über Einsiedeln und die Sattelegg (Mythenblick) nach Siebnen und zurück ins traute Heim. Und es hat sich tatsächlich gelohnt, schöne Fotos von Winterlandschaften waren der Lohn.

Die Rebberge oberhalb der Risi in Ürikon sind für ihre guten Weine bekannt: R3 Räuschling und auch Blauburgunder (Pinot Noir). Köstlich.

Ausblick auf Seedamm, Zürichsee-Inseln und Zürcher Oberland beim Restaurant Luegeten in der Gemeinde Freienbach SZ.

Von diesem Punkt sieht man alles, was auf der Insel Ufnau vor sich geht. Das Kloster Einsiedeln ist die Besitzerin. Würde mich wundernehmen, mit welchen Betrag die Insel in den Büchern geführt wird.

Die Nachbarsinsel Lützelau ist im Besitz der Gemeinde Rapperswil.

Blick auf die Ürikon (Gemeinde Stäfa). Ziemlich genau in der Mitte liegt mein Elternhaus. Im 2013 hatte das Land wohl um die 1500 CHF pro QM an Wert. 2023, nach dem Tod unserer Mutter, verkauften wir es für CHF 3'700! Nicht nur die Römer spinnen!


Raten, Kanton Zug
18. Januar 2013

Auf dem Weg Richtung Raten, noch im Kanton Schwyz.

Der Blick geht Richtung Schwyzer und Glarner Alpen.

Ein perfektes Bild für den Desktop-Hintergrund. Vorausgesetzt man liebt den Winter.

Die 3 Eidgenossen auf dem Raten, nahe des Restaurants Raten, 1077 Meter über Meer.

Die Gegend ist ein beliebtes Spaziergänger- und Wandererparadies.


Ich erwischte wohl einen der schönsten Tage des Winters. Und ich liebe Autofahren auf Schnee.

Sogar Schwarz-Weiss sieht man die Schönheit des Wintertages.

Das Militär im Einsatz. Aus eigener Erfahrung sind die Schlafstellen meistens in saukalten Gebäuden oder sogar in Bunkern. 2013 wollten noch viele die Armee abschaffen. 2026 spricht niemand mehr davon.

Vom Raten Richtung Gottschalkenberg. Der Ausblick auf den Grossen Mythen.

Es ist ein herrliches Bild wenn die Tannen verschneit worden sind.

Spaziergänger geniessen den kalten Wintertag auf dem Gottschalkenberg, auch hier gibt es ein Restaurant.

Kurze Pause auf der Fahrt Richtung Ägerisee.

Von Einsiedeln aus hat man viele Ausflugsmöglichkeiten. Kein Wunder logiert dort ein Kloster. (Sihlsee)


Sattelegg, Kanton Schwyz
18. Januar 2013

Die Sattelegg ist leider schon lange kein Geheimtipp mehr. Ein schöner Pass zum Befahren.

Der Grosse Mythen. Fast so bekannt wie das Matterhorn. Er ist bei Bergwanderern sehr beliebt. Es gibt sogar ein Restaurant auf dem Gipfel. Aber Achtung. Man muss trittsicher und schwindelfrei sein, um den Weg gut zu meistern. Es gibt immer wieder tödliche Unfälle!

Von der Sattelegg sieht man auch das Säntismassiv. Leider wurde die Luft immer mehr mit Feuchtigkeit gesättigt. 



Männedorf
27. Januar 2013

Des Schweizers Türen öffnen sich für Fremde erst nach langer Zeit.

Märchenhaus am See.

Ich werde langsam zum Möwenfotografen.

Inmitten von Männedorf.

Kunst

Ein Foto aus dem Pirelli-Kalender 2014?

Momentan eher heisser Punsch angesagt.

In allen Ähren.

Die nächste Umgebung mal unter die Lupe nehmen? Gibt doch auch ganz nette Motive. Frei nach dem Motto, warum denn in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah... Ein Spruch, den wir uns wohl das ganze Jahr vorbeten müssen. Aber was heisst schon vorbeten? Die Schweiz ist ein wunderschönes Land und es gibt Amerikaner, Australier und Thailänder, die schon mehr davon gesehen haben als wir. Shame on us. In diesem Sinne...

so long guys