730andmore

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Dieses Blog wurde im März 2010 eröffnet. Am 1. April 2010 starteten meine Frau Sabina und ich zu einer 2-jährigen Weltreise, die uns durch die USA, Karibik, Kroatien, USA, Kanada, Hawaii, Australien und Thailand führte. 730 Tage später waren wir wieder in der Schweiz sesshaft. Das Reisen wird uns nie mehr loslassen. Ebenso die Fotografie.

12. Oktober 2016

Im Tessin

In der Santa Croce, einer Kirche von Riva San Vitale (Ticino, Switzerland)

Der Gotthardpass (mit I-phone 6)
 2091m hoch (mit I-Phone 6) und Mutters Vorfreude auf den Tessin
 Blick auf Airolo, im unteren Rand des Bilds, der Truppenübungsplatz meiner RS 1982 (in weiter Ferne Locarno und Lugano, zuerst muss man durch das Valle Leventina)

 Morcote, vor kurzem wieder einmal zum schönsten Dorf der Schweiz gekürt, vom Hotelzimmer des Ristorante San Giorgio in Brusino-Arsizio aus gesehen...
am nächsten Morgen, der Haubentaucher mit seinem Jungen
Sabina hätte eigentlich eine Canon 7D... Im Sommer legen hier die Boote an, deren Insassen sich dann im Ristorante San Giorgio verlustieren...
 Mutter geniesst das Morgenessen... (Popeye lässt grüssen)

 bekannt für Wildspezialitäten, war Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend ausgebucht, ich aber genoss die besten grillierten Riesencrevetten meines Lebens
 vorne rechts, das Zelt des Speisesaales

Il  nostro caro amico Martino Trinca, ein fürsorglicher Gastgeber, neuer Facebook-Freund und von frappanter Aehnlichkeit mit Simon (Bill Paxton) aus True Lies:-). Gut, noch mehr gleicht er dem Omar Sharif, sagen sie im Dorf!
 das Chalet beherbergt 3 Gästezimmer
 Mutter (86) und Sabina strahlen voller Vorfreude
 Herr oder Frau Haubentaucher bringt dem Nachwuchs das Morgenessen
 zufrieden geht das Junge nun den Tag an...
 Unser erster Halt auf dem Weg nach Bogno, im Valle Colla... die Kirche Santa Maria Assunta in Villa Luganese, einem Ortsteil von Lugano, für Tessiner Verhältnisse fast bescheiden...
 wohl eine Panettone -Schachtel oder was auch immer das sein mag...?!
  kurzer Streifzug durch Villa Luganese,
 das Licht des Südens ist auch in den engen Gassen präsent
 lebensfrohe Südländer

 dieses Licht!
 Wandmalerei vom Licht verzaubert, irgendwie


 Blick über Bogno, zuhinterst im Valcolla
 Mutter verbrachte hier 10 Jahre lang ihre Ferien, ohne Mann aber mit Vecchio (was für ein Name für einen Hund), und träumt heute noch davon
Mutter und Sabina in Bogno, weit vom Schuss, dafür perfekt für eine Wanderung auf den Monte Bar, von dem man sagt, dass man an klaren Tagen bis nach Mailand sieht...
 Sie sind doch nicht so ganz sicher, ob die Bestellung auf italienisch richtig angekommen ist...?!
 die Kirche von Bogno, schon fast protestantisch


 die Heuschrecke sonnt sich in den letzten warmen Sonnenstrahlen


 der Kirchturm der Chiesa da Scatian in Valcolla
 und schon sieht man den Turm der Oratorio Santa Maria in Bidogno
La Via Crucis (14 Kapellen), von der Strasse aus nicht zu sehen...
 schöne Kirche...

 der Monte Bré
 die Lebenden und die Toten, der Friedhof von Lugano

vom Bahnhof runter an den Lago di Lugano
 die Sicht vom Parkplatz des Ristorante Capo San Martino, ein Postkartenblick oder ein Photopoint, diese unsägliche Mode von heutigen Tourismusverantwortlichen
 schon ein bisschen müde vom vielen Kurvenfahren... tja, der Tessin, der gebirgigste aller Kantone...
  Campione, eine italienische Enklave mit dem von Mario Botta erbauten Casino

auf der Bergstation von Serpiano (auch mit dem Auto über Riva San Vitale zu erreichen) oder mit der Gondelbahn von Brusino-Arsizio
von Links: Carona, dann der "Zuckerhut" Monte San Salvatore, im Vordergrund Melide (Swiss Miniature) mit dem Damm nach Bissone, im Mittelteil Lugano, im Hintergrund der Monte Bar und rechts der bis hoch hinaus verbaute Monte Bré und dahinter der Monte Boglia
  Morcote, das schönste Dorf der Schweiz
 auch in Schwarz-Weiss schön und das Schiff kam wie gerufen!
 das ganze Massiv des Monte San Salvatore

 Brusino-Arsizio
  das ehemalige Fischerdorf hat seinen eigenen Charme

unsere Kirchenbesuche waren meiner Mutter etwas suspekt, sie hatte wohl Angst wir würden als Frömmeler enden, muss sie aber nicht, denn wie heisst es so schön auf Englisch: Going to church doesn't make you a christ, like standing in a garage doesn't make you a car:-)


 "dieses Licht": Der Lieblingsspruch meiner Mutter während diesen 3 Tagen...
 im Abendsonnenlicht (was für ein Licht)

 auch Kerker-Fenster können schön sein

 zwei alte Frauen geniessen den Altweibersommer
 oh pardon:-)
 wunderschöne Fotomotive an der Lungolago (Uferpromenade)

 was für ein Schnügel
 Osteria della Posta
  was sieht sie, was ich nicht sehe?




 Morcote
Wir bleiben noch eine Nacht!

 in Riva San Vitale, die Chiesa Santa Croce, was für eine Pracht!
 close-up
 Am Dorfrand Richtung Brusino in Riva San Vitale

In Mendrisio: Keine Angst Mutter, die nächste Kirche folgt sogleich

Die Kirche der heiligen Kosmus und Damian in Mendrisio

 ein stattliches Gotteshaus an bester Lage

 nur nicht kopflos durch die Gegend rennen

 Palazzo Pollini, der Innenhof


 Trompe-l'oeil-Malereien (wer hätte das gewusst?)
 Mutter und Sohn Selfie
 Sabina gefiel es immer besser im Tessin, fasziniert!
 ein typischer lombardischer Innenhof mitten in Mendrisio (gemäss dem Antiquitätenhändler wurde der  Hof schon mehrfach ausgezeichnet)
 Gertrud "Trudi" Guggenbühl-Menz ist nicht mehr weit von ihrem geliebten Castel San Pietro entfernt
 Alessio di Tomini, Philosoph, Sammler und Geschichtenerzähler (von ihm hab ich das mit dem prämierten Innenhof), aber ein echtes Schlitzohr, erst nachdem ich mit meinem radebrechten Italienisch am Ende war, sprach er uns auf Schwiizerdütsch an, sehr witzig...:-)
 mein Gott, was für Schätze
 stundenlang hätten wir stöbern können, aber Mutter wollte weiter


aber zuerst ging es nach Muggio, einem authentischen Dörfchen im Valle Muggio
 der beste erhaltene Waschbrunnen vom Tessin (sagt man)
 zu diesem Zeitpunkt glaubte ich, man könne diese Dörfer nur mit dem Maulpferd erreichen
 ich betete für einen Sonnenstrahl durch die Wolken auf die grüne Wiese (Mist, so langsam wirken die Kirchenbesuche nach...!) und tatsächlich!
 in Muggio, Red house and yellow light district?

 Chiesa San Lorenzo di Muggio
 für das reichte das Geld
 Mutter mühte sich durch die schmalen Gassen von Muggio, aber in die Kirche, keine Chance
 Habe ich es schon erwähnt? Am schönsten Platz des Dorfes gelegen:-)
 Muggios Gassen, eine alte Tessinerin geht heimwärts

 soso, was für eine Geschichte auch
 Sabina gefällt's
 die Moderne zieht ein

 Mutter meinte, wir sollten auf der anderen Talseite zurückfahren. Jetzt weiss ich, dass die Dörfer zwar auch per Auto zu erreichen sind, die Strassen zwar geteert, aber wie Saumpfade in den Hang gebaut sind.
 auf dem Dorfplatz von Roncapiano, mit dem Auto heisst dies umkehren, nachher geht einem die Strasse aus! Ich bin heute noch nicht sicher, ob sie wirklich nicht gewusst hat, dass es hier nicht mehr weitergeht... schliesslich liebt sie das Autofahren!
 ein guter Start für die 2-stündige Wanderung auf den Monte Generoso, der Berg im Hintergrund liegt schon in Italien

 Chef, ich hab' den Bus verpasst!:-)
 
Blick über Castel San Pietro auf Balerna, das schon lange mit Chiasso zusammengewachsen ist. Das etwas schwer zu sehende Autobahnstück (Viadukt) liegt schon in Italien und hinter dem Hügel liegt Como
 die Edelkastanie, die einzige in Europa vorkommende Kastanie

 endlich, die Kirche von Castel San Pietro

 St. Eusebius liebte wohl Verspieltheit und Prunk und Protz und Kitsch, jedenfalls ist die Kirche diesem Sohn Gottes gewidmet...
 äh Wohnsinn!

 so, Mutter am Ziel Ihrer Träume, von diesem Hof in Castel San Pietro stammt eine ihrer Urgrossmütter, eine geborene Maggi, Legenden renken sich um diese Familie. Und Mutter stolzierte auch in das eigentlich fremde Gärtchen, wie wenn ihr noch immer alles gehören würde... gut sind wir nicht in Amerika, da hätte ich sie aus der Schussdistanz gezerrt...!

 Chiesa Rossa, hier hätten sich anno domini die verfeindeten Sippen einander die Köpfe eingeschlagen! Oh, Du schönes Tessin. Nicht ganz einfach zu finden, frag den Metzger im Dorf, er wird den Weg weisen
 Mutter ist selig vor Glück, wieder einmal in Castel San Pietro


 und wir können's nicht lassen, die "normale" Kirche im Dorf von Riva San Vitale

Glücklich in "ihrem" Tessin (hat aber viele Kirchen Mutter:-))

Eisenbahnablage-System in Porto Ceresio, Italien, links der Mitte: Morcote
 ebenfalls schön herausgeputzt (zur grossen Überraschung meiner Mutter): Porto Ceresio. Die Ticino, heute Pub und Tanzklub

 macht sich sauber für die Nacht

 Morcote, die Farben ändern sich im Minutentakt
  wir mussten Abschied nehmen von wunderschönen Tagen mit Trudi in "ihrem" Tessin

durch den San Bernardino Tunnel und schon hat uns der graue Norden wieder!


so long guys!