730andmore

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Dieses Blog wurde im März 2010 eröffnet. Am 1. April 2010 starteten meine Frau Sabina und ich zu einer 2-jährigen Weltreise, die uns durch die USA, Karibik, Kroatien, USA, Kanada, Hawaii, Australien und Thailand führte. 730 Tage später waren wir wieder in der Schweiz sesshaft. Das Reisen wird uns nie mehr loslassen. Ebenso die Fotografie.

15. Februar 2012

Sawasdee Khrap - über Phuket und Ko Samui zurück nach Zürich

Stop! cool down! take it easy!

Ich hätte in Thailand einige Male „Stopp“ sagen wollen. Sei es, wie die Umwelt verpestet wird oder weil mein grosser Bruder noch eine Spur gewagter als die Thais durch Phuket donnerte. Doch der Reihe nach.

Die beiden letzten Wochen unserer bald 22-monatigen Reise, die uns immerhin einmal um die Welt brachte, durften wir mit Malou und Ueler (sie meine Schwägerin, er mein Bruder), verbringen.

Am supermodernen Flughafen von Bangkok trafen wir unsere zwei übernächtigten Reisegefährten. Mit einem Jumbo flogen wir in knapp einer Stunde nach Phuket. Die Taxifahrer machten mit uns kein Geschäft. Ueler hatte einen Van gemietet und brauste in der Dunkelheit wie ein Einheimischer durch die um diese Zeit  fast leeren Strassen. Er und Malou verbrachten seit 1991 die Weihnachtszeit meistens in Thailand. Sogar zu dieser Nachtzeit fielen Ihnen Veränderungen auf. „Schau mal, das war letztes Mal noch nicht da...“ diesen Satz sollten wir noch oft hören. Wobei oft stark untertrieben ist.



Wir bezogen unsere Bungalows in einem gemütlichen Resort in Kata Beach. In den nächsten Tagen zeigten die zwei uns die Insel. Der Wandel dieses Eilandes muss gewaltig gewesen sein. Wo heute hochmoderne Resorts einen schönen Strand für sich vereinnehmen, soll man vor 20 Jahren nicht einmal mit einem 4x4 hingekommen sein.

Der Elefantenritt im Norden von Bangkok hatte mir gut gefallen und so überredete ich meinen Bruder, auch einmal auf so ein Tier zu steigen. Wir wurden von Sabina aus nächster Nähe und von Malou aus sicherster Fluchtdistanz fotografiert. Malou ist wohl nicht die mutigste Erdenbürgerin, wenn es um Tiere geht, die grösser oder kleiner als Pudel sind, dafür kennt sie im Kontakt zu Menschen keine Berührungsängste.

Wir alle genossen entspannte Tage und Nächte im umtriebigen Phuket. Längst ist der ehemalige Geheimtipp zum Inbegriff von Massentourismus verkommen. Doch dank der Lebensfreude der Einheimischen ist ein Wohlgefühl auf dieser Insel immer noch garantiert.

Unsere Reiseführer wollten uns auch noch Ko Samui zeigen. Mit dem Mietwagen legten wir die 400 km in 10 Stunden zurück, wohl auch, weil wir irgendwo eine Abzweigung verpasst hatten. Nach 1 ½  Stunden Fahrt auf einer Fähre landeten wir auf der kleinen Insel. Zu später Stunde durfte ich das Steuer übernehmen, fast alle fühlten sich dank meinem eher passiven Fahrstil sicher und wohl, bis ich ihnen gestand, dass ich in der Dunkelheit nicht mehr sehr gut sehe. Doch da waren wir schon in Bo Phut angekommen, in einem Resort mit wunderschöner Gartenanlage, dem Smile House, keine 50 Meter von der pittoresken Strandmeile mit Restaurants und Shops entfernt.

Malou und Ueler wollten natürlich auch Jean treffen. Ein Franzose, der seit 25 Jahren in Thailand lebt und den mein Bruder vor vielen Jahren als Surfbrettvermieter kennengelernt hatte. Jean, heute bald 60 Jahre alt und mit Nang, einer Thailänderin, liiert, spricht fliessend Thai. Er hat im Leben viel gesehen und wenn man die kurze Antwort will, so fragt man ihn besser, was er noch nicht gemacht habe. „Astronaut“ wird die Antwort wohl lauten.

Jean hat die wilden Zeiten hinter sich gelassen. Er, der einige Jahre seines Lebens Länder besuchte, weil die einheimischen Stoffproduzenten seine Lieblingsware billig anboten. Und sich in Thailand von der Drogensucht befreien wollte! Doch heute produziert er Konfitüre und hat sogar in Katar Kunden.

Mit ihm durchstreiften wir die Insel, die einiges mehr Ruhe ausstrahlt als Phuket. Er zeigte uns den bergigen Regenwald, in dem er sich auf Marathonläufe vorbereitet und abends schleppte er uns in die Restaurants der Einheimischen. Meistens mit ausgezeichneter Küche, oft aber an der Grenze, was die Hygiene angeht. Jedenfalls sollten einem bettelnde Hunde, die sich eine Armeslänge entfernt ihren Kratzorgien hingeben, nichts ausmachen. Mein Bruder ist sich sicher, dass diese lieben Tiere wegen ihrer Mitbewohner kaum je ein Auge schliessen würden. Sleepless in Thailand!

Es waren günstige Essen. Unschlagbar war ein Mittagessen in einem von Jeans Lieblingsbeizen, es kam uns auf knappe 12 Franken zu stehen. Inklusive Getränke und nicht pro Person, nein, alle sechs wurden für dieses Geld verköstigt. Wer will, kann in Thailand sein Leben immer noch günstig bestreiten.

Jean kennt die Thais sehr gut und bestätigte, dass sie liebenswerte Menschen seien, die Freude an unserem Geld und neuen Einflüssen hätten und die auf den Farang (Fremder) im gleichen Stil reagieren, wie der zu ihnen ist. Fairer Deal, nicht?

Weniger schön war seine Antwort auf die Frage, was die Ansässigen alles ins Meer kippen würden: „C’est facile: Tous!“ 

Wie immer, schöne Tage sind viel zu kurz und schon bald hiess es Abschied nehmen. Wir fuhren nach Phuket zurück und fanden die Idee von Ueler, von der Hauptverkehrsachse einfach mal in ein Dorf im hügeligen Umland vor Krabi abzubiegen, gut. Der Sonntagsmarkt war in vollem Gange und wir die einzigen Ausländer. Die Kinder liefen zusammen, Männer riefen sich ich weiss nicht was zu und die Marktfrauen boten uns allerhand zum Probieren an. Eine kleine Horde Kinder blieb uns auf den Fersen - wir kamen uns wie Aliens vor. Ein ganz besonderes Erlebnis.

Am 3. Februar, 0610h in der Früh war es dann soweit. Unsere Reise war zu Ende. Mit einem sanften Touchdown auf dem Flughafen Zürich. Am gleichen Ort, an dem wir am 1. April 2010 um 1310h aufgebrochen waren. Fast zwei Jahre unterwegs. Die beste Zeit unseres Lebens. Aus und vorbei. Das müssen wir erst mal verdauen können... Aber, zur grossen Ueberraschung wurden wir von drei guten Freunden begrüsst. Eine schöne Geste, danke!

Der Alltag ist bei uns aber noch lange nicht eingekehrt. Die tiefen Temperaturen sind für uns gewöhnungsbedürftig. Ausgefüllt ist der Tag mit Wohnungs- und Arbeitssuche, der Abend gehört meistens der Sehnsucht. Denn das Heimweh wurde schon nach kurzer Zeit durch Fernweh abgelöst. Wir können uns noch gar nicht vorstellen, die nächsten Jahre sesshaft zu sein. Trotzdem freuen wir uns, wieder in der Schweiz zu sein. Eine zwiespältige Sache.

Vielleicht ergibt sich was Neues, wenn ich den Sony World Photography Award 2012 in der Kategorie „Smile“ gewinnen würde. Immerhin bin ich unter den letzten 10 aus über 52'000 Einsendungen aus 171 Ländern. Schauen wir mal.


Seit dem 1. April 2010 haben wir gemäss Tripline


über 97'000 Kilometer Luftlinie zurückgelegt. Ausser dem Erdbeben mit 7.2 in San Diego im April 2010 und der Landung mit einer Swiss-Maschine in New York letzten Juni hatten wir keine gefährlichen Situationen zu bestehen. Nicht einmal eine Reifen-Panne können wir vorweisen. Vieles lief ab, wie wir uns das vorgestellt hatten und vieles ganz anders. Für beides sind wir dankbar und werden wohl noch so manchen Abend in unseren Erinnerungen schwelgen.

Danken möchte ich allen, die diesen Blog verfolgt haben. Auch wenn wir nicht den Mount Everest bestiegen haben, ich hoffe, er war interessant, informativ und mit schönen Bildern bestückt.

Wasserbüffel, ein Wahrzeichen von Thailand
 ein ruhiger Strand
 eine Mutter in leichter Sorge, da sie mich aber als ungefährlich einstufte, bekam ich später ein herzliches Lachen
wie ein Paparazzi, tztztz, have a good nap
 Malou, die Kosmopolitin, als Französin mit algerischen Wurzeln, wird sie nicht nur in arabischen Ländern in der Landessprache angesprochen, auch in jüdischen Quartieren kriegt sie ein "Shalom"! und in Thailand gilt sie als Einheimische!
 Gummiplantagen, Thailand ist einer der grössten Produzenten
ein kurzes Vergnügen für wenig Geld
Shower
 ton sur ton
 meine Beschwörung half, sie war allerliebst
vor einigen Jahren noch sehr selten, ist dieses Touristenangebot sehr populär



Ebenfalls gross im Angebot, Nachtleben








Der grosse Buddha von Phuket




 der Grosse geniesst einen herrlichen Ausblick

der lacht über seine eigenen Regeln

 auf grosser Fahrt über die Insel
der Fischermarkt der "Seagypsies" in Rawai
 die Fischerboote der Gypsies


 mit freundlicher Genehmigung der Ruhenden
 nicht kamerascheu


 diese netten Jungs wollten nachher Bahts sehen, 100 rissen sie mir aus den Händen

 Sabina schoss nicht nur hier fantastische Fotos
 Geisterbeschwörung der Gypsies

die Thais auf Rädern, alle freuten sich, wenn sie mich knipsen sahen, einige fielen fast vom Rad
 allerdings keine ungefährliche Tätigkeit, in 2 Wochen sahen wir 6 Mopedunfälle live


 vielbeschäftigte Strassenköche
 keine Opiumhöhle, nur Sabina beim Rauchen
 ein fröhlicher Strassenverkäufer
 mein Bruder wäre gerne selber durch die Strassen gerast
 die Reggae-Bar, beliebt und bekannt
 Wetterleuchten auf Phuket
Urai mit meinem Bruder
 pardon!
 ja, das tun auch die Thai-Frauen nicht ungern :-)
ein Fischer mit seinem Fang?
 nicht ganz:-)
 Phuket Town
 ich liebe diese alten Wagen
 ein Muselmann im Damensitz
 Sicherung der Ladung, drei Fremdwörter in Thailand
 in der Dunkelheit werden Burmesen weggefahren

Auf der Fahrt von Phuket nach Ko Samui

 Foto Ueli Guggenbühl
 auf der Fähre

 Ko Samui mit einer neuen, riesigen Touristensiedlung am Hang



in Ko Samui
 der kleinere von 2 Swimmingpools des Smile House

 was für ein Leben
 Sabina
 Jean und Nang, seine Freundin
 ein gern gesehener Gast beim Beizer
 Thailänder lassen sich gerne fotografieren und bedanken sich dafür
 hübsch, nicht? Müsste allerdings an der Olympiade bei den Männern starten:-)

 die Crystal Beach


bei den Muselmännern, ein muslimisches Fischerdorf



 freundliche Männer


 auch die Fliegen kommen nicht zu kurz


 man könnte auch mal was wegräumen
 Tourist Ueli, Jean und fahrende Musliminnen
 wunderschön verzierte Fischerboote
ist er's oder nicht?
 Siesta
 gut aussehend und...
 fröhlich, was will "Frau" mehr?

 Foto Sabina
 Foto Sabina
 Foto Sabina
 Foto Sabina





Heilige mit Schlitzohr





 die waren gar nicht freundlich, mein Bruder wurde böse angefaucht 
dieser da warf mit Erde nach mir (Foto Sabina)
"Vertrauen"





 die Mumie eines Mönchs, ein Junge meinte beim Betrachten: "aber Michael Jackson ist doch tot..."


 los, gib ihm zwei!
 an Geld haben sie so ihre Freude

 Burmesen
 hängengeblieben, vermute ich jedenfalls






 Sabina geniesst den leeren Pool
Sabina spielt Leonardo da Vincis Mann
mein Bruder macht auf Nirwana-Baby
und meine Frau lässt mich nicht posieren:-)
als der die Kamera sah, kannte er nur noch eins: Posieren. Sogar die Köche mussten lachen
 Szenen aus dem Küstenstädtchen Bo Phut

 Jean mit Nang
 man gönnt sich ja sonst nichts
 ob appetitlich oder nicht, kann man sich streiten

 schöne Lounge
 das Pier, leider hatte ich nur gute 10 Minuten Zeit zum Fotografieren
 die Bar zum Pier



 der grosse Swimmingpool des Smile House's

schreit auf Ihr Grünen dieser Welt!



 was sind denn das für welche????
 ach, Touris

 auf einem Markt weit weg vom Geschütz
 einen bestimmten Typ gibt es in Thailand nicht
 was mach ich mit Schlangenköpfen?
 salziges Schleckeis










 wie im Film, der Eiermann
Foto Sabina
 Foto Sabina
 Foto Sabina
än guetä, Schatz

über den Dächern von Bangkok




 der Sportclub von Bangkok

 Centara Hotel mit Red Sky Bar



 auf dem Dach des Intercontinentals



zuletzt und eigentlich ein Gegensatz zu den friedliebenden Thais
 da sah es für die Rote noch ganz gut aus

 man beachte den Zuschauer halb rechts unten:-)
doch sie wurde fürchterlich verprügelt
 volle Konzentration
 der KO-Tritt

 die schenkten sich nichts 
 waren aber ebenbürtig

 ein gerechtes Unentschieden
 der letzte Blick am Abend auf den Verkehr von Bangkok



so long guys

Kommentare:

Aline, Eddy, Cindy et Jenny hat gesagt…

Ready to go back to the "real life" ? or don't you think that your journey was the "real life"?
Anyway welcome back home !
See you
The Crettenand's

Anonym hat gesagt…

Guggi, alter Fonduefreund.
Willkommen zurück. Ich beneide Dich für Deine Erfahrungen, vielleicht hole ich mir mal Rat, wenn ich von meiner Branche genug habe :-))
Wir sehen uns in diesem Jahr bestimmt noch.
LG aus Frankfurt
Patrick

Anonym hat gesagt…

@AECJ, March, when the weather is sunny in the Valais?
@Patrick, ja, das wünsche ich mir!
Guggi

Sabina hat gesagt…

Eine wunderbare Zeit ist vorbei - auf zu neuen Ufern! BK my Love

Anonym hat gesagt…

hey guggi.....was söll ich säge...hut ab...megageile fotis und dini text sind au immer besser worde...grins...liebi gruess und welcome back....paul spirig

Anonym hat gesagt…

He so cool - so viele schöne Katzenbilder. Hab ich einen Blog verpasst. Ihr seit wieder da - hurra. Ja ist hart in der Schweiz, aber es wird jetzt langsam wieder wärmer.
Liebe Grüsse Michi

Anonym hat gesagt…

Ein Schweizer Ehepaar hat kuerzlich eine Altersresidents in Thailand eroeffnet. Waere vielleicht etwas wo ihr euch im hohen Alter niederlassen koenntet ;-), Gruss, Andrea

Thomas hat gesagt…

Ich bin begeitstert von der gerade erlebten Bilderflut. Wahnsinn.