730andmore

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Dieses Blog wurde im März 2010 eröffnet. Am 1. April 2010 starteten meine Frau Sabina und ich zu einer 2-jährigen Weltreise, die uns durch die USA, Karibik, Kroatien, USA, Kanada, Hawaii, Australien und Thailand führte. 730 Tage später waren wir wieder in der Schweiz sesshaft. Das Reisen wird uns nie mehr loslassen. Ebenso die Fotografie.

8. November 2011

Hawai'i (Big Island) und Honolulu (O'ahu) - what a paradise

Honolulu und Waikiki-Beach vom Diamond Head gesehen

Wir wurden vorgewarnt und hatten unsere Erfahrungen mit den Hawai’i Natives schon auf Mau’i gemacht. Doch als wir 5 Minuten vor der Angestellten der Autovermietung standen und sie uns nicht beachtete, ahnten wir Böses. Drei Hawaiians standen in der Nähe. Wie auf Kommando spuckten sie in unsere Richtung. Die Flüssigkeit frass sich in den Asphalt und züngelte nach unseren Füssen. So hätte vielleicht ein Aufenthalt von Steven King begonnen.

Aber unser begann mit einer strahlenden Einheimischen und wirklich ausnahmslos erlebten wir auf Big Island, der grössten Insel der Kette, äusserst freundliche und herzliche Menschen. Genau wie eine Woche später in Honolulu auf  O’ahu.

Wir landeten in Hilo, der Hauptstadt der Insel. 40'000 Einwohner, die wohl Regen lieben. Sie gilt als eine der nässesten Städte der Welt. Kaum ein Tag vergeht ohne Wolkenbruch. Mit ihren riesigen Banyan-Bäumen und dem dichten Regenwald sowie mächtigen Palmen wirkt sie einzigartig und liegt ganz in der Nähe eines kleinen, aber aktivsten Vulkans der Erde, dem Kilauea.

Bei unserem ersten Besuch dieses 1200 Meter hohen Vulkans war der Nebel so dicht, dass wir weder die unzähligen „Steam Vents“ sahen, aus denen der Dampf des Vulkans aufsteigt, noch bot sich eine Chance, um einen Blick auf den Kratersee zu werfen. Zweimal nächtigten wir in Hilo, sahen imposante  Wasserfälle, wunderschöne Pflanzen und Vögel auf den dicht überwachsenen Lavafeldern.

Ueber die bis auf 2083 Meter steigende Saddle-Road gelangt man auf direktestem Weg an die Westküste der Insel, an der Kailua-Kona liegt, einigen vielleicht bekannt als Austragungsort des Ironman Hawaii Triathlons oder Kaffeeliebhabern vom Kona-Kaffee.

Big Island besteht aus fünf Vulkanen, davon ist der Mauna Kea gleichzeitig auch der höchste Berg der Welt. Vom Meeresboden bis zu seinem 4200 müM hohen Krater misst er stolze 10'200 Meter. Seine Masse ist so gewaltig, dass er die pazifische Platte messbar verformt.

Sein Nachbar, der Mauna Loa ist nicht viel kleiner, gilt aber im Gegensatz zu seinem Bruder als nicht erloschen. Der letzte Lavafluss stammt aus dem Jahre 1984. Auf beiden Vulkanen dauert die Skisaison von Dezember bis März. Wer allerdings einen Schlepplift oder ähnliche Anlagen sucht, fährt vergebens nach Hawaii. Die Hänge sind nur sehr mühsam auf einer Schotterstrasse und vor allem nicht täglich zu erreichen (Wetter abhängig).

Wir waren aber nicht wegen dem Skilaufen gekommen, sondern wegen den Lavaströmen. Mit viel Glück wird man im Leben vielleicht tatsächlich Zeuge eines Ausbruchs des Kilauea’s. Aber die Daten der Bilder und Videos sprechen eher für eine gute touristische Vermarktung und den Wunsch als Vater des Gedankens. Trotzdem zeugen mächtige Lavaströme von der Aktivität des Vulkans und mit genügend Geduld wird man sicher auch einmal Zeuge eines Ausbruchs. So wie Brad Lewis mit seinen fantastischen Bildern auf www.volcanoman.com, allerdings lebt er seit 1982 in nächster Nähe des kleinen Vulkans...

Immerhin haben wir den Kilauea kurz vor unserem Abflug rauchen sehen. Die Hiking Trails rund um den Kratersee sind  momentan wegen den giftigen Gasen des Vulkans gesperrt. Aber auch ohne Lava, Big Island ist eine fantastische Insel und ein Besuch ist mehr als lohnenswert.

Für fünf Nächte dislozierten wir nach Honolulu, aus Budgetgründen leider nicht direkt an den Waikiki-Beach, sondern in eines der unzähligen Hotelhochhäuser der Stadt. Diese Insel hat uns am meisten überrascht. Honolulu ist mit der sauberen und gut besuchten Waikiki-Beach, den Wolkenkratzern, den illustren Hotels und Geschäften und nicht zuletzt dank ihrer Umgebung und Temperaturen traumhaft schön. Den Aufstieg auf den Diamond Head, dem Stadtkrater von Honolulu, sollte man nicht verpassen. Ein steiler, dreiviertelstündiger Marsch belohnt mit einer fantastischen Aussicht.

Am North Shore messen sich die Surfer auf den besten Wellen der Insel. Die unzähligen uralten Busse aus denen Shrimps und Hotdogs gereicht werden, eher low-budget Unterkünfte und hunderte von Männern und Frauen, die mit verklärten Augen und dem Surfboard unter dem Arm über die Küstenstrasse rennen, zeugen vom Spirit der Lebenskünstler. Nicht wenige sind aber wohl zu lange auf den Wellen gestanden und fanden den Weg zurück auf’s Festland nie mehr. Mit eher glasigen Augen sehen sie dem geschäftigen Treiben der Nimmermüden gelassen zu. Und was will man denn mehr? Nie frieren sie sich den Arsch ab und mit einem Bier in der Hand, sieht die Welt doch gleich anders aus. Denn eines kann ich mit Bestimmtheit sagen. „Es gibt kein Bier auf Hawai’i“ ist eine infame Lüge!

Sie nennen ihn Boris, ein Koi im Schwimmbecken des Hotels:-)
 Die Rainbow-Falls, kaum eine Meile vom Zentrum von Hilo
 Banyans, Wahnsinnsbäume, ein Wahrzeichen von Hawaii
 Gemäss einem Einheimischen: Der Elevator-Shot aus dem Innern eines Banyans
 dicht bewaldet
 Akaka, 129 m hoch
 Urwald
 für Hilo fast wolkenlos
 bekannte Strasse nähe der Akaka-Fälle
 unser Gefährt auf Big Island
 tatsächlich in Hilo, ein beliebter Surfstrand im Sonnenschein
Auf der Saddle-Road, früher ein Abenteuer, heute gut ausgebaut
 fast noch glühend... 
 Blickrichtung Mauna Kea
 Szene auf Passhöhe
 Im Hintergrund ein kleiner Krater
 eine wunderschöne Gegend
 Selbstportrait

an der Küste bei Kona und ich im Drückerwahn...









 Sabina konnte mich erst nach Sonnenuntergang aus diesem Fotorausch reissen...

beeindruckend
Küste Richtung Volcano
Blick Richtung Küste auf der Strasse von Kona nach Waimea
 ich gebe alles für ein gutes Bild...
Aussichtspunkt auf's Pololu-Valley
 Mauna Kea mit den Teleskopen
der Kilauea am Rauchen
 rundherum Steam Vents, das ist nicht Nebel, sondern sehr warmer Dampf
der aus der Erde aufsteigt
 die Küste am South Point
 das Devilshole, in mitten eines natürlichen Parkplatzes
Sabina in Action

Schwarze Sandstrände, keine Seltenheit auf Big Island




Painted Church Honaunau
 ob beten geholfen hätte?


die weltbekannten Statuen am Place of Refuge




der heilige Platz mit meiner Fotogräfin
 in der Nacht spielen die Götzen das Schachspiel der Polynesier, sagt man
gar keine Götzen, das Rudern nehmen die Hawaiianer ernst
 High School Trainingseinheit
 in voller Fahrt
 Jungs und Mädels getrennt


 all pictures of High School work out

that was the price... a nice Sunset at Kailua-Kona

Honolulu vom Diamond Head
Waikiki-Beach


der Koko-Head
der Krater des Diamond Heads
gar nicht mal so schlecht gelungen...
Waikiki-Beach von unten
Royal Hawaiian Hotel auch Western White House genannt, weil Roosevelt zum Teil von hier aus kommandierte
im rosaroten Bau soll 1920 der Mai Tai kreiert worden sein und nicht von Trader Vic 1944 in San Francisco...



Rund um die Insel
 Surfer am Sunset Beach, North Shore



 fast in der Tube
 Fisher Island am North Shore

Der Koko Head, mit Fitnessstrecke...
den spektakulären Pfad besteigen wir im nächsten Leben...
Scenic Point auf der 61
 düsteres O'ahu
 Blick auf Kailua (ziemlich sicher)
  Fischer Angelo und ich, aber...
...bald fahren wir links


so long guys


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

eifach super, gerold, de dunnschtig im trüebe züri-näbel wird grad heller!!!
schöni grüess vom parade, luisa

Anonym hat gesagt…

Ganz tolle Bilder, wie immer. Bin doch etwas neidisch im Schweizer Nebelmeer.
Michi

Anonym hat gesagt…

Hey Guggi, eigentlich finde ich die Bilder super, aber mir gefallen normale Aufnahmen einfach besser als diese High Dynamic Range Image, über- unter- doppelt- dreifach oder was auch immer belichteten mit Grunge-Effekt oder so ähnlich. Schliesslich kann ich so ganz einfach von der guten Stube aus betrachten wie die Welt so aussieht. Jetzt bin ich aber gespannt auf die Fotos von down-under. Gruss Seemä

Anonym hat gesagt…

@luisa, danke, werde mir weiterhin Mühe geben... @Michi, Mist, auch Australien hat wenig Katzen... @ Peter, ab sofort sind HDRI verboten..:-) Du merkst nicht mal den Unterschied, wenn ich nicht Grunge oder malerisch nehme.. Das angenehme ist, dass die man unterschiedliche Lichtverhältnisse unter einen Hut bringt.. ausserdem habe ich Angelo von Dir erzählt, er konnte es kaum glauben, dass man in einem Land, das nicht am Meer liegt Fischen fangen kann...!
Gruss Guggi

Anonym hat gesagt…

liegt an der automatischen Korrektur.. Fischen fangen kann... etc...