730andmore

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Dieses Blog wurde im März 2010 eröffnet. Am 1. April 2010 starteten meine Frau Sabina und ich zu einer 2-jährigen Weltreise, die uns durch die USA, Karibik, Kroatien, USA, Kanada, Hawaii, Australien und Thailand führte. 730 Tage später waren wir wieder in der Schweiz sesshaft. Das Reisen wird uns nie mehr loslassen. Ebenso die Fotografie.

17. April 2010

"Bump to Bumper"

San Diego, die zweitgrösste Stadt von Kalifornien und die 8 grösste im Land mit ihren 1.3 Mio Einwohnern und 5 Mio im Einzugsgebiet, zeigt sich von seiner besten Seite. Nicht nur die unzähligen Tourismus-Attraktionen wie Sea World, Oldtown, der Flugzeugträger Midway, San Diego Zoo, die Beaches und die verschiedenen Stadtteile wie Gaslamp Quarter, Sea Port Village, Mission Beach und viele andere, sondern auch die unglaubliche Freundlichkeit der Einwohner und natürlich das Klima machen die Stadt zu einer begehrten Destination. Sie glänzt mit modernsten Hotels (Marriott, Hilton, Hyatt) an bester Lage, einem grosszügigen Convention Center und das alles in "walking distance" zum Gaslamp Quarter, das Nachtschwärmern alles bietet, was das Herz begehrt. SD wirkt sauber und freundlich. Nur schwerlich kann man sich ihrem Charme entziehen. Es hat genügend Platz, so dass man in nächster Nähe zum Gaslamp ein Baseball Stadion bauen konnte, dass den SD Padres ihr Heim gibt. Es gibt soviel Angenehmes hier, es wäre ermüdend, all die Vorteile aufzuzählen. Wir könnten hier leben!

Rechts unten lang gestreckt, das Convention Center, Bildmitte rechts, das topmoderne Marriott und dahinter das Hyatt.

Wir haben diese Woche nicht nur ein Auto in Carlsbad gekauft, sondern auch noch neben SD die Küstenorte Richtung LA erkundet. Del Mar ist zwar schön herausgeputzt, da sich aber viele reiche und vor allem ältere Leute dort wohl fühlen, fühlt man sich selber zwar äusserst sicher, aber auch streng überwacht. Cardiff by the Sea ist schön und etwas wilder, Encinitas ist touristisch äh reizvoll, in Carlsbad aber sollte man sich auf die Schönheit des Pazifiks konzentrieren. Die Küste ist nicht überall öffentlich zugänglich und wechselt zwischen wild und zerklüftet und seicht, mit schönen Sandstränden, wobei man bei Sandstränden in SD nicht an Südsee-Inseln denken sollte.

Zwischen SD und diesen Ortschaften liegt La Jolla (la heuja). La Jolla vereint etwas von allen, gehört aber zu den teureren Plätzen hier. Südlich davon liegen die Pacific und die Mission Beach, die eigentlich am selben Strand liegen, aber auch Einheimische können die Grenze unmöglich bestimmen. Ocean Beach ist für Surfer und die südlich dem Altersheim Coronado gelegenen Silver und Imperial Beach dienen als Ausweichorte in der High Season.

Nachdem wir unseren Travel Trailer gekauft haben, widmeten wir uns ausgiebig der Suche nach einem Zugfahrzeug. Das ist gar nicht so einfach und John, unser Freund aus San Clemente, gab uns auch gute Tipps. Er tendierte allerdings darauf, dass wir über seinen Cousin in Denver das Auto kaufen, nach Denver fliegen und zurückfahren sollten (1250 Meilen!). Wir fanden aber in Carlsbad selber unseren neuen Liebling und wickelten den Kauf ganz ohne fremde Hilfe ab. Sabina handelte den Preis von 26000 USD auf 24000 runter, mit Taxes und License und Versicherung kam er dann trotzdem auf stolze 29000 zu stehen. Ganz knapp im Budget!

Ein lokaler Helfer ist natürlich Gold wert, man sollte aber bedenken, dass so ein Freund selber auch noch nie einen Travel Trailer gekauft hat und auch seine Autos nicht alle Tage wechselt. Jedenfalls dachten wir beide, dass sein Hinweis beim 2. Besuch beim Travel Trailer Dealer, wir hätten sonst keine anderen begutachtet, wohl eher dem Verkäufer zu Gute kam:-)!

Der Autokauf zog sich allerdings ziemlich in die Länge. Neben den zähen Verhandlungen und der einstündigen Sitzung mit dem Versicherungsvertreter kosteten aber vor allem die administrativen Arbeiten mit dem Finanzierungsspezialisten wertvolle Zeit. Nach all den Erklärungen seinerseits, einigen Fragen und vor allem Dutzenden von Unterschriften unsererseits, schloss er den Deal mit den Worten: "Now, it s all done. Bump to Bumper!" Er mit einem glückseligen und allwissenden Lächeln, wir mit der Weisheit am Ende. Also, Bump to Bumper heisst soviel wie von der kleinsten Schraube bis zur Stossstange, also einfach alles in allem. Ganz sicher sind wir uns aber immer noch nicht. Trotzdem, Bump to Bumper gehört jetzt zu meinen Lieblingsausdrücken, und das in allen Lebenslagen.

Ach ja, Amerikaner haben wir natürlich auch kennengelernt. Z.B. Ashley und Mike. Ashley, Rolex-Verkäuferin, ist uns schon einen Abend vorher aufgefallen. So ein richtiges Weib, das sich unter vielen Männern am wohlsten fühlt, die sich an der Hotelbar ohne jegliche Berührungsängste (das schrieb ich immer über offenherzige Kandidatinnen..:-)) und ziemlich trinkfreudig- aber nicht sehr trinkfest zeigte. So ein Biest, das Männer mögen und auf die man sicher auch Wetten abschliessen kann.

Nun gut, am nächsten Abend hatten wir das Vergnügen, das heisst, zuerst schmiss sie sich (und da kennen Amis nichts) in unmittelbarer Nähe zu uns an ihren (hoffentlich) zukünftigen Chef mit seiner Frau ran. Trotz  mehrmaligen Aufforderungen zu einem Drink, wollten die zwei davon aber partout nichts wissen. Ihre unmotivierte Erzählung über eine Hochzeit einer Freundin, wo der Tequila "included" war, und zwar 3 mal hintereinander und sie dann ziemlich zugeschlagen habe, liessen ihre Chancen nicht wirklich steigen. Als ihr wohl nicht zukünftiger Chef dann mit seiner Frau Richtung Lift ging und da ich das resolute Abwinken seiner Angetrauten wahrscheinlich richtig deutete, wird Ashley weiter auf Jobsuche gehen. Sein Blick zurück konnte aber nur heissen, dass er dieses "Miststück" wohl ganz gerne in seiner Nähe gehabt hätte:-)!

Später versprachen sie und Mike uns einen Adressenaustausch mit herzlichen Willkommenswünschen in Houston und Denver, wo die beiden zu Hause sind. Als sich dann Ashley aber in der Hotelbar übergab, war ich mir sicher, dass am nächsten Tag keine Fortsetzung folgen würde. Immerhin bekam ich von Mike aber heute noch einen herzlichen Klapps auf den Rücken!

so long

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hast Du den Anfang von einem Reise-Werbeprospekt abgeschrieben!? Überlege mir glaub ernsthaft meine Frühlingsferien um zu buchen...Wenn da nicht diese Aschewolke wäre
:-) Übrigens, gute Zeit um Immobilien ohne Fluglärm zu verkaufen an der Goldküste, seit 3 Tagen kein einziges Flugi mehr über uns!
Weiter viel Spass, Gruess vom Coifför

Anonym hat gesagt…

:-) Du, das ist gar keine schlechte Idee, wir sind bis 16. Mai hier in der Nähe! Hättest volles Programm:-)

ja, endlich ruhig schlafen, etwas vor dem 1. April wäre mir lieber gewesen!

take care Guggi